Für die Österreicher läuft die Zeit im Eilzugstempo, sie würden sich aber eine gemächlichere Gangart wünschen. 71 Prozent führen das schnelle Tempo der Gegenwart auf das Internet, die digitale Kommunikation und soziale Medien zurück. Das ergab ein aktueller IMAS-Report.

Die 1.061 in persönlichen Interviews befragten Österreicher, statistisch repräsentativ für die Bevölkerung ab 16 Jahren, sollten auf einer Skala von 1 bis 7 angeben, wie schnell für sie die Zeit läuft. Der Durchschnittswert 4,7 zeigt für IMAS das Eilzugstempo erreicht. Er war über alle soziodemografischen Gruppen hinweg etwa gleich und sei stabil zu den Vergleichsmessungen aus den Jahren 2015 und 2018. Gefragt, mit welchem Tempo sich alles ändern soll, ergab sich ein Mittelwert von 3,3, also deutlich unter der gefühlten Geschwindigkeit. Diese Diskrepanz war bei den Personen bis 34 Jahren am geringsten, ergab aber laut IMAS auch eindeutig eine Sehnsucht nach Entschleunigung.

Als Grund für die hohe Geschwindigkeit nannten die Teilnehmer in einer offenen Frage die allgemeine Schnelllebigkeit, das Altersphänomen - je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit -, den digitalen Wandel, Mehrfachbelastungen und Hektik allgemein. 71 Prozent meinen, dass das Internet und die digitalen Medien wie E-Mail usw. das Tempo in unserer Gesellschaft eher erhöhen, bei den 35- bis 59-Jährigen (75 Prozent) und Höhergebildeten (80 Prozent) war der Wert höher, bei Jüngeren bis 34 Jahren (65 Prozent) und Pflichtschulabsolventen (62 Prozent) geringer.(apa)