Wien. Fünf Jahre sind eine verhältnismäßig kurze Zeit in einer mehr als 300-jährigen Geschichte. Im Rückblick wird allerdings deutlich, wie sehr die Ära von Peter Bochskanl an der Spitze der Redaktion der "Wiener Zeitung" als Aufbruch in eine neue Zeit fungierte.

- © apa/Neubauer
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Als Chefredakteur sorgte Bochskanl von 2000 bis 2004 - zur Redaktion stieß er bereits im Jahr 1992 - für viel frisches Blut bei der ältesten Tageszeitung der Welt. Außer, dass er jungen Talenten Chancen und Perspektiven ermöglichte, modernisierte er auch das Erscheinungsbild und erweiterte die thematischen Schwerpunkte der Zeitung um die Themen Europa und Wiener Stadtpolitik.

Persönliche Eitelkeit, eine durchaus grassierende Eigenschaft in der Riege der Spitzenjournalisten, war ihm verlässlich fremd, seine Art zu führen war kollegial. Auf Genauigkeit und ein Gefühl für Stil und Formulierungskunst legte er großen Wert - was nicht verwundert, wenn man weiß, dass Bochskanl 1980 Mitbegründer und Chefredakteur der von Jörg Mauthe herausgegebenen Zeitschrift "Wiener Journal" war. Von 1993 bis 2014 war er zudem Präsident des angesehenen "Presseclub Concordia", der ihn später mit der selten verliehenen Auszeichnung "Goldene Feder" ehrte.

Am 7. April feiert Peter Bochs-kanl seinen 80. Geburtstag. Die herzlichen Glückwünsche an den Jubilar!