Zumindest diese Frage wird präzise beantwortet. Das Ding, das einem verstopften Rohr mit reichlich Geräuschentwicklung zu Leibe rückt, heißt Saugglocke. Also jedenfalls auf Hochdeutsch. Dass der Volksmund dafür etliche Begriffe hat – Pümpel ebenso wie Planscher, Hektor und Fluppi (!) –, sorgt davor freilich für einige Verwirrung. Und es macht der reschen Maia (Angelika Niedetzky) die Suche nach dem hölzernen Hilfsmittel nicht leichter: Wie ganz Österreich leidet sie unter den Beschränkungen der Corona-Zeit und versucht, sich via Skype das langstielige Utensil zu borgen – womit sie das Personal der wohl besten heimischen Comedy-Serie der Zehnerjahre wieder vereint, nämlich die "Schlawiner".

Am Dienstag sind die patschert-pointierten Protagonisten für eine Folge auf Servus TV aus der Versenkung aufgetaucht. "Lagerkoller" (über die TV-Thek des Senders abrufbar) steht ganz im Zeichen der Corona-Zeit: Der dackeläugige Tagedieb Manu (Michael Ostrowski) sitzt im Haus seiner Tante in Kärnten fest und tröstet sich über ein ausgefallenes Tinderdate mit der Entdeckung hinweg, dass er hier Herr über ein TV-"Quotenkastl" ist – was ihn windige Verdienstmöglichkeiten wittern lässt. Helfen soll dabei der Schmalspur-Guru Engelbert (Gregor Seberg), der laut eigenem Bekunden "mehr Kontakte als jede Schuko-Steckerleiste" besitzt. Der Westentaschen-Unternehmer Andreas (Christian Dolezal) faselt derweil wieder einmal von einer "Business opportunity", scheitert aber bei der Investorensuche ebenso am vertrottelten Jesus (Michael Smulik) wie am nobelpreisunverdächtigen Nikolaus (von Tobias Ofenbauer nun mit noch stumpferem Blick ausgestattet). Und das Würschtel Basti (Alexander Jagsch)? Steht weiter unter dem Pantoffel seiner Zickengattin Gundi (Suse Lichtenberger), die an Starrsinn nur vom zwänglerischen Walter (Gerald Votava) übertroffen wird.

Neue Staffel nicht ausgeschlossen

Kurzum: Alles beim Alten in der Riege der Möchtegern-Strippenzieher, und auch am Drehbuch-Rezept – der tückischen Verhedderung in den eigenen Quid-pro-quo-Fäden – hat sich nichts geändert. Stimmt zwar: Das alles hat Regisseur Paul Harather in frühen Folgen wie "Dr. Malakoff" ungleich haarsträubender und zwerchfellfordernder gestaltet. Doch das etwas schablonenhafte Wiedersehen mit dem Schussel-Trupp weckt auch Hoffnungen: Womöglich nimmt das Projekt ja wieder Fahrt und Witz auf. Eine neue Staffel für "Servus TV" sei jedenfalls nicht ganz ausgeschlossen. Und die erste Staffel wird hier ab 8. Mai wiederholt.