Der Jazz, seine Wurzeln, seine Zukunft und seine sozialkritischen Aspekte sind  nur einige Elemente, auf die der Tag des Jazz hinweist. 2011 rief die Unesco den Internationalen Jazz-Tag ins Leben, der seither am 30. April stattfindet. Aus diesem Anlass widmet sich Radio Ö1 ganztägig am 30. April diesem Musik-Genre.

Beginnend in der "Klassiknacht" (1.03 Uhr) gibt es weitere Jazzbezüge dann auch in "Guten Morgen Österreich" (5.03 Uhr), "Leporello" (7.52 Uhr) und im "Pasticcio" (8.20 Uhr).

"Monks Casino – Jazzstandards im Realisations-/Interpretationsvergleich" sind in "Ausgewählt" (10.05 Uhr) zu hören,die Sendung "Des Cis" (11.30 Uhr) stellt Luisa Imordes CD "Moon Rainbow" vor. Zu "Faszination Improvisation: Über die hohe Kunst des spontanen Spiels – nicht nur im Jazz" diskutieren dann in "Punkt eins" die Neuropsychologin Annerose Engel -  vom Universitätsklinikum Leipzig und Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften Leipzig - und der Jazzgitarrist Diknu Schneeberger bei Barbara Zeithammer. Diknu Schneeberger wurde schon als 16-jähriger als "absolutes Ausnahmetalent" gefeiert, damals spielte er gerade einmal zwei Jahre Gitarre. Mittlerweile hat er mehr als sein halbes Leben mit dem Instrument und dem Gipsy Jazz verbracht. Ihre Leidenschaft für Musik, das Hören und Spielen, hat die Neuropsychologin und Hirnforscherin Annerose Engel zu einem ihrer Forschungsschwerpunkte gebracht: der Neurowissenschaft der Musik. Sie hat unter anderem die Wahrnehmung von Jazzimprovisationen erforscht.

"Jazz is not just music, it is a way of life, it is a way of being, a way of thinking"

Nina Simone

Unter dem Titel "Selten ‚fifty-fifty‘: Die von der Opernbühne auf Gastspiel im Jazzkeller" stellt "Stimmen hören" (14.05 Uhr) Sänger vor, die in beiden Genres zuhause sind. Etwa Sopranistin Eileen Farrell, die am klassischen Sektor kaum Grenzen kannte, und in gleicher Weise bei George Gershwin, Duke Ellington oder Jerome Kern zu hören war. Ein weiteres Beispiel ist Thomas Quasthoff, der geradezu zwei sängerische Physiognomien ausgebildet hat: die eine für Bach, Wolf, Mahler, die andere für den Jazz.

Danach stellt "Moment – Leben Heute" (15.30 Uhr) in der Reihe "Wie wir zusammenkamen" das Jazzmusikerpaar Michaela Rabitsch und Robert Pawlik vor und in der "Kinderuni" (16.40 Uhr) fragen die Kinderreporter den Schlagzeuger und Gitarristen Saša Nikolić "Ist der Jazz blau?". "Digital.Leben" (16.55 Uhr) beschäftigt sich mit "Jazz als Stiefkind des Streaming-Business" und ab 17.30 Uhr steht Duke Ellingtons Klassiker "Mood Indigo" im Mittelpunkt der "Spielräume".

Weiter geht das Programm am Jazz-Day mit "On stage spezial" (19.30 Uhr): Zu hören ist die Premiere von Christian Muthspiel mit  österreichischen Talenten bestücktem Orjazztra Vienna beim Jazzfestival Saalfelden 2019 und Tenorsaxofonist Binker Golding, einer der Shootingstars der jungen Londoner Jazzszene, ist mit Aufnahmen im Duo Binker & Moses sowie mit seinem neu formierten Quartett zu erleben. In "Zeit-Ton" (23.03 Uhr) steht eine Aufnahme der NOWJazz Session mit Rdeča Raketa und Billy Roisz im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2019 auf dem Programm und in der "Jazznacht" spricht der Kabarettist, Religionslehrer und passionierte E-Bassist Stefan Haider über seine Programme, die sich mit Herzensbildung, aber auch mit Free Jazz auseinandersetzen. Der Konzertmitschnitt stammt aus dem Linzer Brucknerhaus, wo der norwegische Saxofonistenvirtuose Marius Neset mit seinem Quintett (inklusive Pianist Ivo Neame und Vibrafonist Jim Hart) 2019 auftrat. (red)