Der Mai eröffnet bei Netflix mit starker Science Fiction aus Belgien: Eines Tages verändert in "Into the night" (Netflix) ein kosmisches Ereignis die Welt - übernatürlich starke Sonnenstrahlen grillen das Leben auf der Erde. Einige glückliche Menschen befinden sich an Bord eines Flugzeugs, mit dem sie von Brüssel in Richtung Westen fliegen und so dem Sonnenlicht entkommen wollen. Die Passagiere stammen aus verschiedenen Klassen und Nationen. Doch der Flug in die Rettung wird zum Horrortrip und eskaliert.

Ebenfalls ab Mai online ist "Hollywood" (Netflix), eine neue Miniserie von Ryan Murphy und Ian Brennan. Sie erzählt von einer Gruppe aufstrebender Schauspielern und Filmemachern nach dem Zweiten Weltkrieg in Hollywood, die den großen Durchbruch schaffen wollen - koste es, was es wolle. Eine Hommage an das Goldene Zeitalter Hollywoods. Jede Figur eröffnet auf ihre ganz besondere Weise einen Einblick hinter die Kulissen. Doch ist alles Gold, was glänzt? Natürlich nicht. Bald zeigt sich ein unfaires System voller Vorurteile.

Die Story ist nicht ganz neu, und doch zeichnet die koreanische Produktion "The Victims’ Game" (Netflix) ein faszinierendes Bild eines Forensikers mit Asperger-Syndrom. Fang Yi-Jen entdeckt in einem mysteriösen Mordfall Beweise dafür, dass seine ihm entfremdete Tochter darin verwickelt sein könnte. Er setzt alles daran, den Fall ohne seine Polizeikollegen zu lösen, und missbraucht sein forensisches Wissen, um seinen Ermittlerkollegen Chao Cheng-Kuan auf eine falsche Spur zu locken. Aber was ist nun die Wahrheit? Bald muss Fang Yi-Jen erkennen, dass die Lösung nicht in forensischen Kenntnissen liegt, sondern in Gefühlen und Emotionen.

"Beinahe glücklich" (Netflix) ist eine halbbiografische Comedyserie, in der der beliebte Radiomoderator und Komiker Sebastián (Sebastián Wainraich) die Klippen seines Lebens umschifft. Zwischen der komplizierten Beziehung zur Liebe seines Lebens, seiner Ex-Frau (Natalie Perez), und jeder Menge Unsicherheiten scheint er trotz seines perfekten Lebens irgendwie sein Glück nicht zu finden.

Vorfreude ist die schönste Freude. Ab 8. Mai starten auf Netflix gleich zwei starke Originals. In "The Eddy" lässt Oscar-Gewinner Damien Chazelle (La La Land) und Emmy Gewinner Alan Poul (Tales of the City) ein Paris-Drama mit acht Folgen vom Stapel. Im Zentrum steht Jazz-Pianist Elliot Udo ("Moonlight"-Star André Holland), der einst in New York ein gefeierter Künstler war. In Paris ist er nun der Miteigentümer des Nachtclubs "The Eddy", der ums Überleben kämpft. In dem Club versucht Udo, einer Band aus Liebe zur Leadsängerin zum Durchbruch zu verhelfen. Ebenso am 8. Mai startet "Valeria". Die namensgebende Schriftstellerin steckt in der Krise, nicht nur, was ihre Romane, sondern auch, was ihren Mann angeht. Wie gut, dass ihre Freundinnen Carmen, Lola und Nerea ihr bei ihren Abenteuern zur Seite stehen.

Auch Amazon Prime schickt zwei beachtliche neue Produktionen ins Rennen: "Upload"spielt in der Zukunft und die Menschen können sich in ein Leben ihrer Wahl "uploaden". Als Nathan unerwartet stirbt, trifft er in seiner Version des Himmels auf Nora. Diese hat plötzlich mit zwei Nathans zu kämpfen: dem im Leben danach und dem noch lebenden, der ihr Kollege ist. In"Dispatches from Elsewhere"(ab. 8.5., Prime) dreht sich alles um vier ganz gewöhnliche Menschen. Sie alle haben das Gefühl, dass etwas in ihrem Leben fehlt, aber können nicht genau sagen, was es ist. Ein Rätsel bringt diese vier zusammen. Zufall oder Absicht? Denn es tauchen mysteriöse Botschaften auf.(bau)