Das wochenlange Warten hat ein Ende: Mit dem heutigen Mittwoch haben sich die heimischen "Tatort"-Ermittler wieder an ihre Arbeit gemacht. Nachdem vergangene Woche von der Bundesregierung Ausfallzuschüsse für die heimische Filmbranche vorgestellt wurden, sind nun auch wieder die Dreharbeiten zur Kultreihe angelaufen. Und damit stellen sich Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer in den Dienst.

"Ich habe das schon auch vermisst und nicht nur gefrönt, dass das mal eine ruhige Zeit war", wird Krassnitzer in einer Aussendung des ORF über die coronabedingte Pause zitiert. "Man merkt schon, wie sehr man das auch braucht. Und schon nach den wenigen Stunden, die wir arbeiten, kann ich sagen, dass ich es sehr faszinierend finde, wie das Sicherheitssystem mit den verschiedenen Zonen funktioniert, die wir hier beachten müssen. Das geht reibungslos, und man merkt eigentlich kaum einen Unterschied zu vorher."

Damit sprach der Schauspieler die für Dreharbeiten aktuell notwendigen Sicherheitsvorkehrungen im Sinne der Covid-19-Maßnahmen an, die unter anderem ein Drei-Zonen-Modell sowie strenge Hygienevorschriften für den Drehort vorsehen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten übernimmt der ORF. Das gesamte Team arbeite jedenfalls sehr diszipliniert, so Krassnitzer. "Wenn das so ist, glaube ich, dass man da wirklich gelassener in die Zukunft blicken kann."

Seine Kollegin Adele Neuhauser strich wiederum hervor, wie "dramatisch" die vergangenen Wochen des Lockdowns für die ganze Branche waren. "Ich freue mich, dass wir endlich wieder loslegen können und diesen herrlichen 'Tatort', den wir schon so großartig angefangen haben, zu Ende bringen." Für Regisseur Daniel Prochaska sowie die Drehbuchautoren Tom Eichtinger und Samuel Schultschik ist "Unten" übrigens ihr "Tatort"-Debüt. Und auch hinter der Kamera regiert die Erleichterung: "Wir sind alle überglücklich, dass wir wieder Arbeit haben", unterstrich Prochaska.

Aber es endet nicht beim "Tatort", werden doch in den kommenden Tagen und Wochen weitere Dreharbeiten von ORF-Produktionen wieder aufgenommen - von "Blind ermittelt" über die neue Staffel des "Bergdoktor" bis zu den Landkrimis und Seriendauerbrennern wie "Schnell ermittelt", "Soko Donau" und "Soko Kitzbühel" reicht die Bandbreite. Außerdem laufen bereits die Dreharbeiten zur neuen Staffel der "Liebesg'schichten und Heiratssachen", die nach dem Ableben von Elizabeth T. Spira im Vorjahr nun von Nina Horowitz als Interviewerin und Gestalterin fortgeführt werden.(apa)