Das Frauennetzwerk Medien, der Presseclub Concordia, die Medienfrauen Schweiz und der deutsche Verein ProQuote Medien fordern, dass Frauenförderung ein Kriterium bei der Vergabe öffentlicher Fördermittel für Medien wird. "Die Wahrheit ist, dass wir noch immer weit entfernt von echter Gleichstellung sind, das belegen alle Zahlen. Unsere Gesellschaft wird weiterhin hauptsächlich von Männern beherrscht und gestaltet und das können und dürfen wir als Gesellschaft nicht akzeptieren", betonte Alexandra Wachter, stellvertretende Vorsitzende des Frauennetzwerks Medien, in einer Aussendung. Die Organisationen sprechen sich außerdem unter anderem für einen 50-prozentigen Frauenanteil auf allen Führungsebenen in Medienhäusern sowie für mehr Frauen als Protagonistinnen und Expertinnen in der Berichterstattung aus.

Presserat rügt "oe24"

"oe24" hat nach Meinung des Senats 1 des Presserats Anfang März mit einer Titelseite gegen die Punkte 5 (Persönlichkeitsschutz) und 6 (Intimsphäre) des Ehrenkodex für die österreichische Presse verstoßen. Neben der Schlagzeile "Corona: Promi-Anwalt im Koma" wurde ein unverpixeltes Porträtfoto des erkrankten Anwalts veröffentlicht. Zudem wurde der Betroffene mit Vor- und Nachnamen genannt und als "Corona-Opfer" bezeichnet. "Die Information, dass sich eine konkrete Person mit dem Coronavirus infiziert habe und deshalb schwer erkrankt sei, ist grundsätzlich dazu geeignet, den Betroffenen zu stigmatisieren und in seine geschützte Persönlichkeitssphäre einzugreifen. Dies gilt umso mehr, wenn diese Information zusammen mit einem großen Porträtfoto des Erkrankten auf der Titelseite abgedruckt wird", kritisierte der Presserat in einer Aussendung. Der Senat wies außerdem darauf hin, dass der Anwalt zum Zeitpunkt des Erscheinens der Titelseite bereits seit einiger Zeit im Krankenhaus war, in seiner Kanzlei eine Testung aller Mitarbeiter durchgeführt wurde, die Behörden eingeschaltet und die Kontaktpersonen des Erkrankten informiert waren. "Das Medium kann sich somit auch nicht darauf berufen, dass die Veröffentlichung den Zweck gehabt hätte, die Umgebung des Erkrankten vor der Gefahr einer etwaigen Ansteckung zu warnen", hieß es.

ORF-"Sommerkabarett" ab 3. Juli

Kommende Woche startet auf ORF 1 wieder das "Sommerkabarett". Den Auftakt macht am Freitag, den 3. Juli (20.15 Uhr), die ORF-Premiere von Omar Sarsams Programm "Herzalarm". Am Spielplan steht zudem ein Wiedersehen mit Kabarettprogrammen von den Hektikern, Thomas Stipsits, Gery Seidl, Thomas Maurer, Andreas Vitasek, Viktor Gernot und Alex Kristan. Noch mehr zu lachen gibt es mit "Ziemlich bester Urlaub" (ab 3. Juli), "Was gibt es Neues? - Classics" (ab 26. Juni) und beim Dacapo für die "Pratersterne" (ab 31. Juli).