Wien. 11.731 Patentanmeldungen kamen im Vorjahr aus Österreich. Damit wurde das bisherige Rekordjahr 2016 übertroffen. Besonders in den Bereichen Umweltmanagement, umweltfreundliche Gebäude und klimaschonende Verkehrstechnologien liege man mit den Patenten über dem EU-Schnitt, wie die diesjährige Bilanz des Patentamtes zeigt. Insgesamt liege Österreich bei Patentanmeldungen im EU-Vergleich auf dem sechsten, weltweit auf dem elften Platz, sagte Umweltministerin Leonore Gewessler am Donnerstag.

Um die Klimakrise zu bekämpfen, müsse die Forschung weiter gefördert werden, bekräftigte die Ministerin. Die Coronakrise hat auch Einfluss in diesem Bereich. Kurzfristig hat sie vor allem die Markenanmeldungen getroffen", sagte Patentamtsdirektorin Mariana Karepova. Es sei aber nur eine kurze Talfahrt gewesen, im Juni sei es wieder bergauf gegangen. Wie sich die Wirtschaftskrise weiterhin auf Forschung, Entwicklung und Patente auswirkt, bleibe noch abzuwarten.

Spitzenreiter China

Fast 11.000 Innovationen sind im 2019 eingegangen, darunter 6261 Marken und 2724 Erfindungen. Am fleißigsten bei der Anmeldung war 2019 einmal mehr AVL List, gefolgt von Blum, Engel und der TU Wien. Bei den Bundesländern führt Oberösterreich mit 642 Erfindungsanmeldungen beim Österreichischen Patentamt.

Junge Unternehmen und KMU würden geistiges Eigentum nach wie vor unterschätzen, dem versuche man seit ein paar Jahren mit dem Patentscheck entgegenzuwirken. Er deckt 80 Prozent der Kosten, die rund um eine Patentanmeldung anfallen. Inzwischen habe man fast 1000 solcher Schecks abgewickelt, erklärte Karepova.

Weltweiter Spitzenreiter bei Patenten ist nach wie vor China, in den USA ist die Dynamik etwas zurückgegangen. Auch in Indien und Israel tue sich viel.