Während der Mundnasenschutz in manchen Kreisen in pervertierter Freiheitsrebellion zum Politikum wird, entscheiden sich andere, kreativ mit dem allgegenwärtigen Accessoire umzugehen. Und vor allem: Bunt. Denn nicht in allen Teilen der Welt ist man (bisher) so glimpflich davon gekommen wie hierzulande, und Aufmunterung tut Not. Und die ist gegeben mit den farbenfrohen Blumenmasken, die die "Flowermask-Challenge" hervorbringt. Dabei werden die Schutzmasken über und über mit bunten Blumen verziert. Gut, sehr atmungsaktiv sind sie dann nicht mehr – aber auch nicht lange haltbar. Das macht nichts, der Mundnasenschutz muss ja auch nur für ein schönes Foto halten.

Gestartet wurde die Aktion von jemanden, der schon viele Blumengestecke gemacht hat, allerdings in ganz anderen Ausmaßen. Der kanadische DJ und Kunstkurator Ryan Lanji nahm mit seinem Partner Andrew bei der Netflix-Show "The Big Flower Fight" teil und gewann. Obwohl die beiden noch nie zuvor Blumenskulpturen gebaut hatten, überzeugten sie in der Sendung, in der aus Blumen alles mögliche von Kleidern bis zu Fabelwesen gebaut werden musste.

Lanji hat auch ein Video gedreht, in dem er zeigt, wie man seine Maske richtig floral bestückt.



Das hat die neuseeländische Blumenkünstlerin Emma Bass gesehen, sich gleich drangemacht und  ihrer Gefolgschaft mit entsprechendem Foto nahegebracht.


Und das zeitigte wiederum jede Menge andere florale Kunstwerke, die das Gesicht erblühen lassen.


Mehr davon findet man mit dem Such-Hashtag  #flowermask. Für den Supermarkt, in dem man ab Freitag wieder einen Mundnasenschutz in Österreich braucht, sind diese Kreationen natürlich eher nicht geeignet. Aber sie zeigen auf schillernde Weise, welche schöpferische Kraft diese Krise auch hervorbringen kann. Wann hat man sonst schon die Möglichkeit, sich eine Blumenwiese ins Gesicht zu säen.