Als die ARD die Serie "Oktoberfest 1900" in Auftrag gab, war nicht klar, dass das Publikum in diesem Herbst (viral bedingt) auf dem Trockenen sitzen würde. Feiernde Menschen mit Maßkrügen kann man sich heuer nur im Fernsehen ansehen.

Da kommt die neue Mini-Serie "Oktoberfest 1900" gerade recht: Sie spielt erwartungsgemäß in München im Jahr 1900. Die Macht geht von den Brauereien als größte Arbeitergeber aus sowie von den in deren Gunst stehenden Wiesnwirten, die die Schanklizenzen für das Oktoberfest innehaben. Curt Prank ist ein Großbrauer aus Franken, der auf dem Oktoberfest das ganz große Geld machen möchte. Allerdings erhält er als Auswärtiger weder eine Schanklizenz, noch darf sein fränkisches Bier ausgeschenkt werden. Mittels Erpressung, Bestechung und Auftragsmord gelingt es Prank, fünf nebeneinanderliegende Wirtsparzellen zu ergaunern, auf denen er ein Riesenzelt genannt "die Burg" errichten möchte.

Eine Hiobsbotschaft ist das freilich für die kleineren Wirte. Doch Curt will noch mehr: Die Hand einer Frau in der Münchner Oberliga...

ARD für Netflix

Die deutsch-tschechische Fernsehserie der Head-Autoren Christian Limmer und Ronny Schalk nach einer Idee von Alexis von Wittgenstein ist mit Mišel Matičević als skupellosem Großwirt, Martina Gedeck, Francis Fulton-Smith, Klaus Steinbacher, Mercedes Müller, Brigitte Hobmeier und Maximilian Brückner exzellent besetzt. Regie führte Hannu Salonen.

Zu sehen an drei Abenden am 15., 16. und 23. September 2020 in Doppelfolgen im Hauptabendprogramm der ARD. Auf Netflix soll die Serie am 1. Oktober 2020 unter dem Titel Oktoberfest: Beer & Blood veröffentlicht werden. (bau)