Die "Discovery" ist ein Raumschiff der großen Sprünge. Sein neuartiger Sporen-Antrieb kann das Schiff praktisch überall im Universum auftauchen lassen. Quasi Beamen im großen Stil. Das war in den ersten zwei Staffeln natürlich praktisch. So ein Krieg gegen die Klingonen gewinnt sich bekanntlich nicht einfach so. Aber am Ende der zweiten Staffel steht als Cliffhanger ein ganz besonderer Sprung bevor.

Die "Discovery" folgt Commander Michael Burnham mit ihrem Zeitsprung-Raumanzug weit in die Zukunft. Exakt 930 Jahre, um genau zu sein. Ob das gelingt? Der Trailer sagt: "Ja". Burnham und ihre Crew haben den Zeitsprung mehr oder weniger unbeschadet überstanden. Und doch ist alles anders, denn es warten schlechte Nachrichten: Die Föderation der Vereinten Planeten, das höchste Gut im Star-Trek-Universum sozusagen, ist inzwischen völlig am Ende und nur noch ein Schatten ihrer selbst. Die Crew der "Discovery" möchte diese Entwicklung nun mit neuen Verbündeten rückgängig machen und erklärt deshalb ein fast tausend Jahre altes Raumschiff zum neuen Flaggschiff der Sternenflotte.

Dazu kommt: Umkehren ist nicht vorgesehen, denn der Sprung war ein One-Way-Ticket. Also "Augen auf und durch!" Die Hauptrollen in der drittenStaffel der neuesten Star-Trek-Serie spielen Sonequa Martin-Green (sie gibt einen starken, aber zweifelnden Commander Michael Burnham), Doug Jones (der den neuerdings angstfreien Alien Commander Saru gibt), Anthony Rapp (als Wissenschaftsoffizier Lt. Commander Paul Stamets), Mary Wiseman (als quirlige Ensign Sylvia Tilly), Wilson Cruz (als mit Staments verheirateter Dr. Hugh Culber) und Michelle Yeoh (als Philippa Georgiou, Herrscherin über das terranische Imperium, die man aus dem Paralleluniversum mitgenommen hat). Neu im Ensemble ist David Ajala, der eine Figur namens Cleveland "Book" Booker spielt.

Freitagabend soll die erste Folge auf Netflix online sein. Wie bei den letzten beiden Staffeln wird man wohl wöchentlich eine Folge veröffentlichen, um sich dem Ausstrahlungsrhythmus von CBS anzupassen, das die Ausstrahlung in den USA übernimmt. Der Rest der Welt darf über Netflix dabei sein.

Spin-off in Planung

Die Dreharbeiten zur vierten Staffel der Serie haben übrigens in Toronto, Kanada, bereits begonnen, wie ein aufmerksamer Fan auf Twitter dokumentierte. Und das, obwohl CBS noch keine vierte Staffel bestätigt hat. "Star Trek"-Showrunner Alex Kurtzman hat jedoch bereits im August bestätigt, dass an den Drehbüchern zur neuesten Ausgabe geschrieben wird. Auch das Spin-off "Star Trek: Strange New Worlds" befindet sich aktuell bereits in Produktion und wird "Star Trek"-Fans unter anderem mit der Vorgeschichte von Captain Pike, Spock und Number One an Bord der "USS Enterprise" bekanntmachen, noch bevor der legendäre Captain James T. Kirk das Kommando übernahm.

"Discovery" wurde von den Fans mit gemischten Gefühlen aufgenommen, wobei die Serie in der zweiten Serie ihre Linie gefunden zu haben scheint. Mit dem großen Bruch zur dritten Staffel könnte ein Neubeginn zu neuen Höhen führen.

Revolution als Notwehr?

Doch auch eine weitere Netflix-Serie sollte man an diesem Wochenende nicht verpassen, nämlich die neue französische Alternate-History-Hochglanz-Produktion "La Révolution". Sie spielt im Frankreich des Jahres 1787. Bei der Untersuchung einer Reihe von mysteriösen Morden entdeckt Joseph Guillotin, der spätere Erfinder der weltberühmten "Guillotine", ein bislang unbekanntes Virus: das Blaue Blut. Die Krankheit verbreitet sich rasend schnell unter den französischen Adligen und bringt diese dazu, einfache Bürger zu ermorden, was in der Folge zu einem Aufstand führt. Was, also, wenn die Französische Revolution eigentlich ganz andere Gründe hatte, als wir bisher dachten? Nämlich gruselige . . .