58 Prozent der österreichischen Bevölkerung lehnen die Vorgangsweise einiger Medien bei der Berichterstattung über den Terror-Anschlag in Wien ab. Das zeigt eine neue Gallup-Umfrage. 53 Prozent wandten sich darin gegen die Verbreitung von offiziell nicht bestätigten Informationen durch Journalisten.

Mehr als die Hälfte sprach sich gegen die Veröffentlichung von Fotos und Videos, die Szenen des Attentats in der Wiener Innenstadt zeigen, aus. Besonders deutlich ist die Ablehnung der Veröffentlichung in der Altersgruppe 16 – 30 Jahre, bei hohen Bildungsabschlüssen sowie Grünwählern ausgeprägt. Mehr als ein Drittel findet die Publikation hingegen gut. Überdurchschnittlich hoch ist diese Zustimmung in niedrigeren Bildungsschichten sowie bei Personen mit rechter politischer Orientierung.

Befragt nach den Konsequenzen, vertritt knapp die Hälfte der Befragten die Meinung, dass Medien, die Fotos und Videos der Tat veröffentlicht haben, künftig keine Presseförderung erhalten sollen. Noch deutlicher ist die Zustimmung zur Aussage, dass Unternehmen in diesen Medien keine Werbung schalten sollen. (apa)