In den letzten Wochen gab es in der Welt der Sozialen Netzwerke einige Neuerungen, Verbesserungen und Weiterentwicklungen. Nicht nur im Facebook-Konzern, mit Instagram und WhatsApp, gab es zahlreiche Veränderungen, auch Snapchat und Twitter haben sich zu Wort gemeldet. Es zeigt sich dabei nicht nur, dass die Online-Riesen stets neue Geschäftsfelder beackern wollen, sondern auch, dass der US-Wahlkampf Spuren hinterlassen hat.

Bei der weltgrößten Plattform für sozialen Austausch, aka Facebook, startete vor kurzem auch in Europa "Facebook Dating". Bereits vor einem Jahr in den USA ausgerollt, haben Datenschutzbedenken zu einer Verzögerung geführt. Aber nun macht Facebook auf Tinder und ermöglicht die Partnersuche auf der eigenen Plattform unter seinen Nutzerinnen und Nutzern. Auch wenn die Funktion nicht sehr prominent platziert ist, ist sie tief in die übrigen Produkte des sozialen Riesen integriert. So kann man Geschichten und Fotos von Instagram abrufen, Messenger-Videoanrufe aus Chats initiieren und "Stories" erstellen, über die "Secret Crush"-Funktion kann man sowohl seine Instagram-Follower als auch Facebook-Freunde nach potenziellen Übereinstimmungen durchforsten.

Aber nicht nur Datingportale wie Tinder nimmt Facebook nun ins Visier, auch der lukrative Gaming-Markt soll in Zukunft Erlöse bringen. Neben einer eigenen Plattform für Spiele-Streaming, die Twitch und YouTube Konkurrenz macht, bietet Facebook auch eine Cloud-Gaming-Lösung. Diese ist, anders als jene der Mitbewerber Amazon und Google, weder gebührenpflichtig, noch erfordert sie spezielle Hardware. Außerdem will Facebook in Zukunft Gruppen erst 60 Tage von einem Moderator kontrollieren lassen, bevor sie offizielle Facebook-Gruppen werden können. Eine wesentliche Neuerung hat auch WhatsApp erfahren: Nutzern können direkt aus einem Chat heraus Produkte kaufen. Und kleinere Unternehmen, die die Waren und Dienstleistungen anbieten, können mittels spezieller Business-App auf die Kundenanfragen reagieren. Ein integrierter Bezahldienst soll die Transaktionen auch noch einfach abwickeln. Zudem kündigten die Entwickler an, dass es bald auch selbstlöschende Nachrichten auf dem Messenger geben wird.

Instagram wiederum ermöglicht es nun auch, dass Direct Messages über den Desktop-PC verschickt werden können. Zudem ging eine neue Story-Funktion soeben in den Testbetrieb.

Und bei Twitter hat man sich nach der US-Wahl mehr Transparenz zum Ziel gesetzt. Nutzer sollen künftig gewarnt werden, bevor sie einen Tweet liken, der mutmaßliche Falschaussagen enthält. Derzeit befinden sich die Like-Warnungen noch in der Testphase. Twitter will mit dieser Maßnahme Inhalte auf der Plattform deutlich verlässlicher machen.

Wer genug von den bekannten Sozialen Netzwerken hat, dem sei Tinyfeed empfohlen, das statt bezahlter Inhalte oder Gruppen wieder zum Ursprung zurückgeht - den Beiträgen. So wird nichts Anderes angezeigt als die Beiträge von Freunden, kommt ein Neuer hinzu, verschwindet der Alte. Es entscheidet auch kein undurchsichtiger Algorithmus, was man sieht, stattdessen werden die Einträge in chronologischer Reihenfolge angezeigt - ohne Likes.