Der Senat 2 des Presserats hat sich in einer Sondersitzung am 15. Dezember  ausführlich mit der Berichterstattung über den Terroranschlag in Wien auseinandergesetzt. Die Verhandlung dauerte sechseinhalb Stunden - die bisher längste einzelne Sitzung, berichtete Geschäftsführer Alexander Warzilek am Mittwoch der APA. Auch etliche Medienanwälte nahmen laut ihm teil. Bis die Entscheidung vorliegt, wird es aber noch dauern.

Vieles sei zwar bereits entschieden, allerdings brauche die schriftliche Ausarbeitung sowie die Abstimmung einzelner Punkte noch Zeit. Diese Woche dürfte jedenfalls nicht mehr mit einer Entscheidung zu rechnen sein.

Der Presserat leitete aufgrund der Berichterstattung über den Terroranschlag gegen mehrere Medien Verfahren wegen möglicher Verstöße gegen den Ehrenkodex für die österreichische Presse ein. Mehr als 1.500 Beschwerden waren bei dem Kontrollorgan eingelangt. (apa)