Wien. "Es war heuer mein einziger Weihnachtsmarkt und somit schon etwas Besonderes", erinnert sich die Skirennläuferin Lizz Görgl im Gespräch mit der "Wiener Zeitung" an die Dreharbeiten. Die erste Weihnachtsausgabe von "Bares für Rares Österreich" wurde unter besonderen Sicherheitsvorgaben gedreht. Alle Beteiligten wurden auch Covid getestet, um ein klein wenig Normalität zu simulieren. So hat man auch einen "Weihnachtsmarkt" aufgebaut, um wenigstens ein bisschen Stimmung verbreiten zu können.

Am vierten Adventsonntag kommen nun auch die Zuschauer auf ServusTV (20.15) in den Genuss der aufwendigen Sendung. Moderator Willi Gabalier begrüßt Verkäufer und Gäste zur ersten österreichischen Weihnachtsausgabe des beliebten Formats. In einem stimmungsvoll dekorierten und weihnachtlichen Ambiente bewerten die Experten die außergewöhnlich schönen Stücke und die Händler feilschen darum! Während die Experten Anne Palffy, Gabriela Breisach, Prof. Erich Tromayer, Constantin Stauss-Rausch, Roswitha Holly und Mario Hämmerle Wissenswertes berichten und nicht zuletzt auch den Wert der Stücke schätzen, herrscht am "Adventmarkt" reges Treiben. Im Händlerraum nehmen diesmal gleich sieben Händler Platz, nämlich Markus Schwindsackl, Katharina Marchgraber, Josef Obermoser, Markus Strassner, Stefan Patzl, Monika Stieblo und Markus Kral.

Siegerjacke für Kinder

Für sie hat Skistar Lizz Görgl ein ganz besonderes Exponat mitgebracht. Sie möchte ihre Weltcupsiegerjacke für einen guten Zweck verkaufen. Mit dem Erlös sollen die "Schmetterlingskinder" sowie der größte Urwald Österreichs unterstützt werden. "Ich habe mir gedacht, ein Anorak ist sehr passend für die Schmetterlingskinder: eine dicke, zusätzliche Schicht zum Schutz", erklärt Görgl. Die Krankheit Epidermolysis bullosa (EB) macht die Haut der Betroffenen so verletzlich wie die Flügel eines Schmetterlings. In Österreich leben rund 500 Menschen mit der Krankheit.

Görgl hat für den Verkauf jene Skijacke mitgebracht, die die Steirerin während ihres Aufenthaltes bei der Weltmeisterschaft in Val-d’Isère im Jahre 2009 trug. Da ist die Händler-Karte natürlich fix. Welchen Preis das Einzelstück erzielen wird, wird man sehen.

Einige Jahre älter ist freilich ein aus Kärnten stammender Pferdeschlitten, der in die winterliche Weihnachtsausgabe gleitet. Der Schlitten ist als Zweispänner konzipiert und seine formale und stilistische Gestaltung verweist auf eine ungefähre Entstehungszeit um 1900. Erkennbar ist dies in der einfachen funktionsbezogenen Formgebung der Rahmenkonstruktion, die aus geschmiedetem Eisen und dampfgebogenem Holz besteht. Auch die Experten sind von diesem Wintertraum auf Kufen mehr als verzaubert, dessen komfortabel gepolsterten Sitzbänke sechs Sitzplätze bieten. Beinahe genug, um die Händler gemeinsam abzuholen.

Auch sonst gibt es einige Raritäten zu bestaunen: Garagengold, Scheunenfunde und Dachbodenschätze aus Österreich finden sich nebst Besitzern ein, um von den österreichischen Experten fachgerecht bewertet zu werden. Doch am Ende läuft es immer auf dieselbe Frage hinaus: Ist der Fund eine teure Rarität oder doch nur alter Krimskrams?(bau)