Auch wenn derzeit in den Ländern Europas noch über mögliche Öffnungsschritte im Zuge der Coronakrise debattiert wird, zeigt sich die European Broadcasting Union (EBU) als Mutterschiff des alljährlichen Eurovision Song Contests zuversichtlich, das Megaevent von 18. bis 22. Mai im niederländischen Rotterdam abhalten zu können - unter massiven Sicherheitsvorkehrungen. Die Details zum Covid-Sicherheitskonzept wurden am Dienstag veröffentlicht.

Die Zahl der Delegationsmitglieder wurde gekürzt, jene der berichtenden Journalisten auf 500 vor Ort begrenzt. Für alle aus dem Ausland wird eine fünftägige Quarantäne vor der Einreise in die Niederlande empfohlen. Obligatorisch ist ein negativer Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Die Delegationen der 41 Teilnehmerländer dürfen, wenn sie in Rotterdam angekommen sind, das Hotel nicht verlassen, außer wenn sie zum Veranstaltungsort, der Ahoy Arena, fahren.

Regelmäßige Kontrollen in Teststraße in der Arena

Jeder, der in der Arena tätig ist - von Künstlern über Crew bis zu Pressevertretern - wird regelmäßig in einer Teststraße untersucht. Sollte hier jemand positiv getestet werden, käme das "Isolationsprotokoll" zum Einsatz. Trifft es einen der Kandidaten, der deshalb nicht auf der Bühne auftreten kann, werde das zuvor aufgezeichnete Material bei der Show gesendet.

"Wir arbeiten weiterhin an dem Projekt, einen sicheren Eurovision Song Contest mit allen Künstlern live in Rotterdam zu realisieren", machte Executive Supervisor Martin Österdahl in einer Aussendung deutlich. Dazu sei das nun von der zuständige Behörde in den Niederlanden abgenommene Sicherheitskonzept bei einer veränderten Lage auch flexibel adaptierbar.

Ob es Publikum gibt, wird später entschieden

Noch nicht fix ist derzeit aber, ob es auch einen ESC mit Publikum vor Ort geben wird. "Die Frage, ob es Zuschauer während der Shows geben kann und welche flankierenden Veranstaltungen es rund um den ESC in Rotterdam geben kann, wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden", so die EBU.

"Amen" heißt es dazu jedenfalls aus Österreich. Unter diesem Titel wird der heimische Vertreter Vincent Bueno seinen Song in Rotterdam präsentieren. Vorgestellt wird der neue Song erstmals am 10. März im Rahmen des Ö3-Weckers. (apa)