Wer ist der richtige Partner? Wie findet man den perfekten "Match"? In Zeiten von Tinder und Co. ist klar: Selten war diese Frage so schwer zu beantworten. Netflix wagt sich mit einer neuen Serie an die Beantwortung und geht dabei den Weg der Wissenschaft: Wer der Richtige ist, steckt in den Genen. So ist zumindest das Credo der Sci-Fi-Serie"The One - Finde den perfekten Match" ab Freitag auf Netflix.

Hannah Ware, bekannt aus "Boss" oder "Betrayal", schlüpft in die Hauptrolle von Rebecca. Sie ist die Gründerin von MatchDNA, ein Unternehmen, das einen DNA-Test entwickelt hat, der es Menschen ermöglicht, ihren perfekten Partner fürs Leben zu finden. Millionen von Menschen bietet das eine Möglichkeit, um mit einem schnellen Swab im Mund die wahre Liebe zu finden. Allerdings können auch Seelenverwandte Geheimnisse voreinander haben. Und manche erweisen sich als tödlich. "The One" basiert auf einem Roman von John Marrs. Das Buch, im deutschsprachigem Raum als "The One - Finde dein perfektes Match" im Heyne-Verlag erschienen, erzählt von fünf Menschen, die die Botschaft erhalten haben, dass ihr Gegenpart gefunden wurde. Auf dem Weg zum menschlichen Glück bilden persönliche Geheimnisse ein großes Hindernis beim genetischen Patentrezept.

Rebecca (Hannah Ware) hat ein Unternehmen gegründet, das perfekte Partner nach einem DNA-Match suchen soll.
Rebecca (Hannah Ware) hat ein Unternehmen gegründet, das perfekte Partner nach einem DNA-Match suchen soll.

Verantwortlich für die Adaption zeichnet Howard Overman, der mit "Misfits" bereits einschlägige Sci-Fi-Erfahrung vorzuweisen hat. Seine Firma steht auch hinter der FOX-Verfilmung "The War of the Worlds", die gerade die zweite Staffel produziert. In weiteren Hauptrollen sind "Riviera"-Veteran Dimitri Leonidas und Amir El-Masry ("Industry") zu sehen. Das ist eine der wenigen neuen Fiction-Produktionen, die diese Woche an den Start gehen. Dafür gibt es eine Reihe spannender Dokus. So etwa "Das verlorene Piratenreich" (ab Montag auf Netflix): Eine Flasche Rum, ein Holzbein und einen Papagei auf der Schulter: Das Klischeebild eines wahren Piraten hat dank Hollywood Generationen überdauert. Seebären und Räuber auf hoher See wurden dabei zu wahren Ikonen stilisiert. Aber waren die freiheitsliebenden Gesetzlosen wirklich wie Captain Jack Sparrow? Die Doku versucht einen anderen Zugang zum Bild der Legenden: Die wahren Piraten der Karibik sind konsequent, furchtlos und loyal. Während sie die Reichen ihrer Schätze berauben, herrscht unter den Gleichgesinnten ein faires Miteinander - ein Code, der für alle gilt und dessen Bruch mit dem Leben bezahlt wird.

Der Trend zu "True Crime" geht indessen ungebrochen weiter. Erst kürzlich landete Netflix mit dem extrem spannenden "Mord unter Mormonen" einen Hit. Nächste Woche Mittwoch legt man mit "Unter Verdacht: Der Fall Wesphael" nach. Die Dokuserie beleuchtet das Gerichtsverfahren des belgischen Politikers Bernard Wesphael, der im Jahr 2013 wegen Mordes an seiner Ehefrau angeklagt wurde.

Dass Corona viele Menschen in ihrer Arbeit behindert ist nicht neu. Neu sind die Dokus darüber. Auch nationale und internationale Sportler stehen vor einer neuen Situation. Aber was macht es mit einem Sportler, wenn eine Saison unterbrochen wird und er einer Zwangspause unterliegt? In "Making Their Mark" ab Freitag bei Amazon Prime blickt man auf die zurückliegende Saison der Australian Football League zurück. Die Herausforderungen und Hindernisse, die den Profisportlern im Weg stehen, bilden den Fokus. Ihre pausierenden Karrieren wirken sich auch auf das Privatleben aus. Da vergeht so manchem starken Mann das toughe Gehabe und Durchhalten ist gefragt.(bau)