Von Superhelden haben wir dank Marvel und Co. stets ein bestimmtes Bild im Kopf: maskiert, oft mit Umhang und vor allem: Amerika rettend. Doch der junge Omar (Giuseppe Dave Seke) ist ein schüchterner Mann, der aus einem Makel eine Kunst gemacht hat. Er kann sich nämlich unsichtbar machen. Das fällt ihm zufällig auf, weil er immer schon gerne übersehen wurde. Woher die Gabe kommt, weiß er nicht. Als sein Stadtviertel, das Barrio in Mailand, in Gefahr ist, muss sich entscheiden: Held sein oder nicht? Bei seinem Abenteuer stehen ihm Sharif (Haroun Fall), Inno (Madior Fall), Momo (Richard Dylan Magon) und Sara (Daniela Scattolin) als seine Freundin zur Seite.

Die Serie "Zero" erzählt eine Superheldengeschichte, die ohne Brimborium auskommt und stattdessen auf Zwischentöne sowie gesellschaftliche Kritik setzt. Die italienische eigenproduzierte Netflix-Serie basiert auf dem Roman "Non ho mai avuto la mia età" von Antonio Dikele Distefano, der auch die Drehbücher für die Fernsehfassung entwickelte. Die erste Staffel von "Zero" umfasst 8 Episoden. Sie wird am 21. April veröffentlicht.

Papa, Du bist peinlich!

Diese Woche ist bei Netflix die Woche der Comedy. Als Rückkehr zu seinen Wurzeln wird die neue Sitcom "Dad Stop Embarrassing Me!" mit Hollywoodstar Jamie Foxx angekündigt. Immerhin hat der Oscar-Preisträger ("Ray") seine Karriere in Kabarett-Klubs begonnen. Also wirft er sich als alleinerziehender Vater Brian Dixon in den Kampf, um seiner jugendlichen Tochter Sasha (Kyla-Drew) nicht nur peinlich zu sein - was dem Titel entsprechend oft vorkommt. Zudem schlüpft Foxx in weitere Rollen, ist als exaltierter Reverend Sweet Tee oder Cadillac Calvin zu erleben. Das Ergebnis wirkt geradezu klassisch für das Sitcom-Genre und in dieser Hinsicht ziemlich aus der Zeit gefallen, wenn man sich das Konkurrenzangebot in der Streamingwelt zu Gemüte führt.

Auch eine Comedy ist "Why are you like this?", das am Freitag bei Netflix anläuft. Die Serie wurde von der australischen ABC produziert, wo sie im Februar Premiere hatte. Drei beste Freunde im australischen Melbourne geraten in dieser Satire bei der Arbeit, ihren Freizeitabenteuern, der Identitätssuche und der Liebe ins Schleudern. Naomi Higgins ist als Penny, Olivia Junkeer als Mia und Wil King als Austin zu sehen. Australische Serien waren eine Art Geheimtipp auf Netflix. Dass das nicht so bleibt, dafür sorgt der Algorithmus.

Mit großem Gestus kommt das südkoreanische SciFi-Epos "Sisyphus" daher, das ab Donnerstag bei Netflix online geht. Eine Frau aus der Zukunft kommt, um einen jungen Mann zu retten. Offensichtlich war die schon einmal da. Aber diesmal soll es klappen, denn: Die Welt muss gerettet werden.

Dialoge voller Schwere

Was ein bisschen wie der koreanische Plot zu "Terminator" klingt, steht auch in der K-Drama-Variante in punkto Action um nichts nach. Da wird geschlagen, geschossen, mit Raketen gekämpft und pathetische Dialoge voller Bedeutungsschwere werden gewechselt. Denn es geht wie immer um alles! Wenn das mal kein Grund zum Ansehen ist.

Apropos K-Produktionen: Der bekannte südkoreanische Dokumentarfilmer Jin Mo-young hat sich bereits in "My Love, Don’t Cross That River" mit Liebe und dem Älterwerden auseinandergesetzt. Von dieser Arbeit ausgehend, hat er gemeinsam mit weiteren Regiekollegen die Dokuserie "My Love" (ab Dienstag bei Netflix) konzipiert, in der sechs Paare in sechs verschiedenen Ländern über ein ganzes Jahr begleitet werden. Egal ob in den USA, Spanien, Brasilien, Japan, Korea oder Indien, hier steht die Zuneigung zueinander im Fokus, die auch über die Jahrzehnte hinweg nicht weniger wurde und so einige harte Schicksalschläge verkraftet hat.