So lange musste noch kein österreichischer Kandidat beim Eurovision Song Contest warten, bis er im Rampenlicht vor vielen Millionen Menschen aus aller Welt stehen kann: Vincent Bueno hätte eigentlich ja bereits 2020 ins ESC-Rennen gehen sollen - bis auch das musikalische Großevent coronabedingt abgesagt wurde. Nun ist es kommenden Donnerstag für den 35-jährigen Wiener soweit, seinen Hut beim 2. Halbfinale des 65. Eurovision Song Contest in Rotterdam in den Ring zu werfen. Der Song Contest 2021 ist das erste Großevent seit Beginn der Corona-Pandemie.

Den Druck des Wettbewerbs ist Vincent Bueno gewohnt, hat der in Wien aufgewachsene Sohn philippinischer Eltern doch bereits 2008 im ORF das Castingformat "Musical! Die Show" gewonnen, war 2009 bei den "Dancing Stars" auf Platz 7 gekommen und musste sich 2016 in der heimischen ESC-Vorausscheidung Zoe geschlagen geben. Platz 1, Platz 7 und Platz 2 - alles Reihungen, die im Falle des Song Contests für Jubel in Österreich sorgen würden.

Dafür hat Bueno nun nach der 2020 vorgesehen schnellen Nummer "Alive" mit "Amen" einen ruhigen Popsong im Gepäck, den er zurückhaltend auf der Bühne der Rotterdamer Ahoy-Arena präsentieren möchte. Dabei hätte der Wiener ja durchaus Bewegungstalent im Angebot, hat Bueno doch in seiner Heimatstadt das Konservatorium der Stadt Wien absolviert und dort eine Musicalausbildung abgeschlossen - Erfahrungen, die er etwa zuletzt im Wiener Metropol beim 70er-Jahre-Musical "Rock My Soul" einsetzen konnte.

Daneben war das Multitalent immer auch mit eigenen Nummern aktiv. Nach seinem deutschsprachigen Album "Wieder Leben" 2016 veröffentlichte Vincent Bueno mit "Invinceble" 2018 eine elektrolastigere Platte. Im Jahr dazwischen fand er sich als Backgroundsänger von Nathan Trent beim Song Contest in der Ukraine wieder. Die Erfahrung mit dem musikalischen Popzirkus der Sonderklasse hat er also. (apa)