In Zeiten von weltweiten Lockdowns und Ausgangssperren mussten Entwickler von mobilen Smartphone-Spielen, wie etwa "Pokemon Go" oder "Jurassic World Alive", ihre Spielsystematiken abändern. Spieler, die nun nicht mehr außer Haus konnten, mussten ja trotzdem Erfolge feiern und Aufgaben erledigen. So erfolgten zahlreiche Adaptierungen und Anpassungen. Was sich die Wissenschaft noch nicht traut, machen nun die Spieleentwickler: Sie erklären die Pandemie für beendet, und somit werden einige Pandemieeinstellungen wieder zurückgenommen - und das erfreut nicht alle Spieler.

Bei "Jurassic World Alive" etwa wurden die Corona-Anpassungen bereits weitgehend wieder entfernt, etwa die Radien für die Jagd oder auch die Anzahl der Pfeile beziehungsweise deren Preis. Die Änderungen bei "Pokemon Go" werden regional und mit Rücksicht auf die aktuelle Pandemiesituation vorgenommen, beginnend mit den USA und Neuseeland. Wann es in Österreich so weit ist, wurde noch nicht bekanntgegeben.

Was geht, was bleibt

Ab 1. Juli und bis 1. September 2021, dem Ende der Jahreszeit der Entdeckung, werden folgende Boni in "Pokémon Go" aktiviert: Pro Tag können sich Spieler vom Dreh eines PokéStops zwei kostenlose Raid-Pässe holen. Rauch ist sehr viel effektiver, wenn man sich bewegt, und von einem PokéStop erhält man garantiert ein Geschenk, wenn das Inventarlimit dafür noch nicht erreicht ist. Das Drehen des ersten PokéStops am Tag bringt die zehnfache Menge an XP.

Niantic behält sich vor, einige der genannten Boni auch über die Dauer der Jahreszeit der Entdeckung hinaus aktiv zu lassen. Danach wird die Effektivität von Rauch, wenn man sich nicht bewegt, wieder aufs Standardmaß zurückgesetzt, und die Frequenz, mit der Freunde Geschenke von einem PokéStop bringen, wird wieder verringert. Auch die Interaktionsdistanz von PokéStops und Arenen wird wieder auf die ursprüngliche Reichweite gesetzt. Rauch bleibt 60 Minuten lang aktiv. Um in der Kampfliga zu kämpfen, muss man keine Laufstrecke zurücklegen, und andere Trainer können weiterhin per QR-Code zum Kampf herausgefordert werden. Auch die dreifache Menge an Sternenstaub und XP für den ersten Fang des Tages bleibt.

Wer bei den heißen Temperaturen nicht herumlaufen will, kann sich mit Gadgets wie dem Brook Pocket Auto-Catch Lightning (einem Armband gekoppelt ans Handy, das Pokémon sowie PokéStops in der Nähe erkennt, die Taschenmonster automatisch einfängt und Items einsammelt) mit weniger Aufwand an die Normalität herantasten. In diesem Sinne: Frohes Jagen und Fangen ohne Beschränkungen und an der Sonne.