"Die Jury hat ein hervorragendes Zeichen gesetzt", sagt Eike-Clemens Kullmann, Vorsitzender der JournalistInnengewerkschaft in der GPA, zur Auszeichnung für Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung", mit dem von "Kleine Zeitung" und JournalistInnengewerkschaft gemeinsam vergebenen Kurt-Vorhofer-Preis. "Die Auszeichnung ist mehr als verdient", gratuliert Kullmann. "Und es ist eine weitere Aufforderung an die Bundesregierung als Eigentümer-Vertreterin der Republik Österreich, endlich aktiv zu werden und die Zukunft der ,Wiener Zeitung' als gedruckte Tageszeitung sicherzustellen." Österreich braucht qualitativ hochwertigen Journalismus. "Und die ,Wiener Zeitung' unter Führung von Walter Hämmerle ist ein Garant dafür", ist Kullmann überzeugt.

Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung" bekommt den Kurt-Vorhofer-Preis. 
- © APAweb / Helmut Fohringer

Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung" bekommt den Kurt-Vorhofer-Preis.

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"Feine Klinge des Wortes"

Die Begründung der Jury lautet: "Walter Hämmerle ist ein bürgerlich-liberaler Journalist in der Tradition des Namensgebers des Preises, Kurt Vorhofer. Hämmerle beweist in seinen profunden Analysen Verständnis für ganz unterschiedliche Positionen. Er hat dabei selbst keine politische Schlagseite, formuliert ausgewogen, unaufgeregt und immer mit historischem Tiefgang. Er ist regierungskritisch, aber nicht regierungsfeindlich. Ähnliches gilt für sein Verhältnis zur Oppostion, den Ländern und auch den Einrichtungen der EU. Als überzeugter und überzeugender Qualitätsjournalist ist er ein glaubwürdiger Vertreter von Transparenz und Ethik. Als früherer Seniorenstaatsmeister im Degenfechten beherrscht er die feine Klinge des Wortes und benutzt niemals den Bihänder."

Hämmerle selbst sagt zur Auszeichnung: "Ich bedanke mich bei der Jury für die Ehre und die Anerkennung für die Arbeit der ,Wiener Zeitung'."

Der "Kurt-Vorhofer-Preis" wird im Gedenken an den langjährigen Doyen der Innenpolitik von der Journalistengewerkschaft, der "Kleinen Zeitung" und dem Sponsor Verbund ausgelobt und vom Bundespräsidenten überreicht. Die prämierten Artikel sollen unter anderem die Kriterien "soziale Verantwortung, stilistische Brillanz und unkonventionelle Betrachtungsweisen" vereinen.