Hans Rauscher ist mit dem Ferdinand-Berger-Preis ausgezeichnet worden. Die Jury lobte laut Aussendung des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) sein "konsequentes und kontinuierliches Eintreten für die Grundwerte der Demokratie" des Journalisten. Die Preisverleihung findet am 21. Oktober im Wiener Rathaus statt, die Laudatio hält der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer.

"Diese Haltung ist in einer Zeit, in der rechtsstaatliche Strukturen immer wieder bewusst in Frage gestellt oder implizit unterlaufen werden, ein wichtiger Garant zivilgesellschaftlichen Engagements für Demokratie", heißt es weiter.

Rauscher wurde 1944 in Wien geboren und studierte Zeitungswissenschaft und Geschichte an der Universität Wien. Er arbeitete unter anderem bei "Trend", "Kurier", "Profil" und "Format". Seit Ende der 1990er-Jahre schreibt er für den "Standard".

Der Ferdinand-Berger-Preis wird seit 2018 jährlich vom DÖW an Personen vergeben, die durch wissenschaftliche oder publizistische Leistungen oder durch besonderes öffentliches Auftreten einen markanten Beitrag gegen Neofaschismus, Rechtsextremismus, Rassismus oder demokratiegefährdendes Verhalten geleistet haben. Der von Ernst Berger und René Berger (Sohn und Enkelsohn des 2004 verstorbenen österreichischen Widerstandskämpfers und ehemaligen KZ-Häftlings Ferdinand Berger) gestiftete Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. (apa)