Bundespräsident Alexander Van der Bellen verleiht heute die von der Journalistengewerkschaft ausgeschriebenen Auszeichnungen – den Kurt-Vorhofer-Preis sowie den Robert-Hochner-Preis – an die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger. "Wiener Zeitung"-Chefredakteur Walter Hämmerle erhält den "Kurt-Vorhofer-Preis", die Puls 4-Moderatorin Alexandra Wachter und Elke Ziegler aus der Ö1-Wissenschaftsredaktion bekommen beide den Robert-Hochner-Preis.  

Hämmerle sei ein "brillanter Analytiker mit feiner Klinge", als bürgerlich-liberaler Journalist in der Tradition des Namensgebers beweise er in seinen profunden Analysen Verständnis für unterschiedliche Positionen. Dabei habe er selbst keine politische Schlagseite, formuliere ausgewogen, unaufgeregt und mit historischem Tiefgang, begründete die siebenköpfige Jury ihre Entscheidung. Wir übertragen die Preisverleihung aus der Hofburg: 

"Als überzeugter und überzeugender Qualitätsjournalist ist er ein glaubwürdiger Vertreter von Transparenz und Ethik. Als früherer Seniorenstaatsmeister im Degenfechten beherrscht er die feine Klinge des Wortes und benutzt niemals den Bihänder.

Der Bundespräsident bei seiner Rede.   
- © Screenshot , Youtube

Der Bundespräsident bei seiner Rede.  

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Seine Texte belegen Klarheit im Denken, seine Weigerung, ungeprüft dem Mainstream zu folgen, seine Bereitschaft, auch die Ansicht Andersdenkender gelten zu lassen und seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in verständlicher Sprache auszudrücken", so die Jury weiter.  

Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung" bekommt den Kurt-Vorhofer-Preis. 
- © APAweb / Helmut Fohringer

Walter Hämmerle, Chefredakteur der "Wiener Zeitung" bekommt den Kurt-Vorhofer-Preis.

- © APAweb / Helmut Fohringer

Der gebürtige Vorarlberger Hämmerle studierte Publizistik und Politikwissenschaft an der Universität Wien. Nach seiner Promotion war er von 1998 bis 2001 für die ÖVP Wien tätig. 2002 wurde er Innenpolitikredakteur bei der "Wiener Zeitung". Nach zwei Jahren stieg er zum Chef vom Dienst, nach weiteren vier Jahren zum stellvertretenden Chefredakteur auf. 2018 wurde er auf Vorschlag des Geschäftsführers Martin Fleischhacker vom Aufsichtsrat zum Chefredakteur bestellt. Im Vormonat wurde Hämmerle bis Ende 2022 in seiner Funktion verlängert. (red, apa)