Wien. 2021 wird definitiv nicht als das Jahr der Cybersicherheit in die Geschichtsbücher eingehen. In der Pandemie stiegen nicht nur die Fälle von Cyber-Mobbing deutlich, sondern auch die Cyberkriminalität ist förmlich explodiert.

Dies ergeben die Zahlen einer Studie, die anlässlich des 19. internationalen Safer Internet Day, der am 8. Februar stattfindet, veröffentlicht wurden. Dieser Studie zufolge hat Cybermobbing - das absichtliche und über einen längeren Zeitraum anhaltende Beleidigen, Bedrohen, Bloßstellen, Belästigen oder Ausgrenzen von Personen über digitale Medien - zugenommen und passiert am häufigsten im schulischen Umfeld. 17 Prozent der Jugendlichen sind bereits Opfer von Cybermobbing geworden, 42 Prozent haben es bei anderen beobachtet und jeder Zehnte hat aktiv selbst mitgemacht.

Aufklärungsarbeit

Zwei weitere Erkenntnisse, die gewonnen werden konnten, zeigen, dass einerseits der Mythos des anonymen Täters widerlegt werden konnte, weil die Mehrheit der Opfer sehr wohl weiß, woher das Mobbing kommt. Andererseits zeigt sich, dass der Ort des Mobbings, das Umfeld der Schule, auch der Ort der Lösung ist, da dort Aufklärungsarbeit geleistet werden kann.

Österreichweit gab es 2021 36.000 Anzeigen im Bereich Cybercrime, um mehr als ein Viertel mehr als 2020. Dem will Wirtschafts- und Digitalisierungsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) mit dem neuen Portal onlinesicherheit.gv.at entgegenhalten.

Auch Konzerne, wie etwa Google, geben am Safer Internet Day Tipps für mehr Sicherheit. Sichere Passworte und deren häufigeres Wechseln sollten ohnehin schon Standard sein, es wird jedoch eine so genannte Zwei-Wege-Authentifizierung (TAn-Abfrage oder SMS) empfohlen - nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld.(grex)