Die Betreiber des Wiener Community-TV-Sender "Okto" sehen die Zukunft des Projekts eine Spur rosiger als zuletzt. Die Geschäftsführung habe sich mit Finanzstadtrat Peter Hanke (SPÖ) am gestrigen Dienstag zu einem Gespräch getroffen, wurde am Mittwoch in einer Aussendung berichtet. "Vereinbart wurde der Versuch einer Lösungsfindung innerhalb der nächsten vier Wochen", hieß es. Kürzlich hatte das Rathaus verkündet, die Förderung des seit 2005 bestehenden Senders einzustellen.

Jährlich 750.000 Euro

Dies würde das Aus für das Angebot bedeuten, hatte das Okto-Team gewarnt. Die Entscheidung sei existenzbedrohend, "Communityfernsehen wie wir es kennen und lieben", wäre nicht mehr möglich, befand man. Das einstige rot-grüne Projekt Okto wurde bisher mit insgesamt 18 Mio. Euro von der Stadt gefördert. Zuletzt gab es jährlich 750.000 Euro für den offenen Sender.

Nähere Details zu einer möglichen neuen Vereinbarung wurden nicht genannt. Eine für Montag angesetzte Pressekonferenz wurde von den Betreibern jedenfalls abgesagt.