Das Grauen ist zurück. Oder besser gesagt: Es hat sich richtig hübsch gemacht. Also für die Verhältnisse des "Upside Downs" eben, jene parallele Realität, in der in der Netflix-Serie "Stranger Things" alles mögliche Ungemach vor sich hin brodelt. Was aus diesem Schoß nicht schon alles gekrochen kam! Der Demogorgon, wütende Demodogs oder ein haushohes Ungeheuer, das mal eben die Mall der Kleinstadt Hawkins zu Kleinholz verwandelt.

Das neueste "Big Bad" in der vierten Staffel ist die Kreatur "Vecna", so wie auch der Demogorgon eine Figur aus dem in den Achtzigern beliebten Spiel "Dungeons & Dragons". Vecna ist ein untoter Zauberer und, ganz ehrlich, in der Serie sieht er auch nicht wirklich lebendig aus. Eine blässliche Mischung aus Freddy Krüger, Pennywise dem Clown und der Borg Queen aus "Star Trek". Vecna ist einmal ein Mensch gewesen, dem das Upside Down nur so mittelgut bekommen ist. Nun ist er dort gefangen - und seine Laune ist entsprechend.

Mit ihm bekommen es unsere Helden aus Hawkins noch ausgiebig zu tun. Doch zunächst müssen einmal die Herausforderungen der High School gemeistert werden. Denn immerhin sind seit Staffel III drei Jahre vergangen. In der erzählten Welt schrumpft diese lange Zeitspanne (Danke, Corona!) auf sechs Monate, die vergangen sind, seit bei der Schlacht in der Starcourt Mall Schrecken und Zerstörung über Hawkins gekommen sind. Unsere Helden haben nun mit den Folgen zu kämpfen und sind zum ersten Mal voneinander getrennt. In der letzten Szene musste ja die um ihre Kräfte beraubte Eleven ihre Liebe Mike verlassen und zog nach Kalifornien, was eigentlich nur bedeuten kann, dass das Wiedersehen umso spektakulärer ausfallen dürfte. Die verbliebene Truppe entdeckt eine neue und schreckliche übernatürliche Gefahr, die ein grausames Rätsel aufwirft, dessen Lösung dem Grauen der anderen Seite endlich ein Ende setzen könnte.

Die vierte Staffel bringt nun ein zusätzliches klassisches Horror-Element ein: das Spukhaus. Die Kids werden vom Haus der Creels angezogen, in dem Victor Creel vor Jahrzehnten seine Familie ermordet haben soll. Warum er das tat, wurde nie geklärt. Für die Rolle des Victor hat man niemand anderen als Robert Englund (74) verpflichtet, bekannt als Freddy Krüger in "Nightmare on Elm Street". Doch was passierte mit ihm? Wohin ist er verschwunden? Und warum sind hier überall seltsame Fledermäuse aus dem Upside Down?

Zweitmeistgesehene Serie

Mit "Stranger Things" lässt Netflix einen seiner größten Hits in Verlängerung gehen, wobei die vierte Staffel in zwei Tranchen ab 27. Mai (Freitag) sowie 1. Juli vonstattengeht. Seit der Veröffentlichung der ersten Staffel im Jahr 2016 hat sich "Stranger Things" zu einem weltweiten Phänomen gemausert und ist eines der absoluten Aushängeschilder des Streamingriesen Netflix. "Stranger Things" hat mehr als 65 Preise gewonnen und erhielt 175 Nominierungen, darunter Emmy Awards, Golden Globes, Grammys und den britischen Bafta Die dreimal als beste Dramaserie für einen Emmy nominierte Serie zählt zu den am häufigsten gesehenen Titeln auf Netflix. Die dritte Staffel landete mit 582 Millionen gestreamten Stunden in den Netflix Top 10 auf dem 2. Platz der beliebtesten englischsprachigen Serien.

Für die vierte Staffel haben die produzierenden Duffner-Brüder zudem einen weiteren Star geholt: Tom Wlaschiha, bekannt als Attentäter aus dem HBO-Hit "Game of Thrones". Er wird einen russischen Aufseher spielen, der mit dem von den Russen weggesperrten Polizeichef Hopper zu tun bekommt. Freddy wetzt schon mal die Krallen.