Die mitunter tragische Geschichte von Veteranen in den USA war schon so manche Vorlage für Film und Fernsehen. Man erinnere sich nur an das packende Spy-Drama "Homeland". Und immer wieder schwingt dabei das Thema Verschwörung mit. Was passierte wirklich im Einsatz? Wer trägt Schuld an den verlorenen Leben? Wer war Täter, wer Mitläufer? Gerade rechtzeitig zum amerikanischen Unabhängigkeitstag lässt Amazon Prime diesen Freitag eine neue Hochglanzserie vom Stapel "The Terminal List". Es geht - erraten! - um einen Veteran der Navy Seals, der vom Einsatz unter mysteriösen Bedingungen zurückkommt.

Der Protagonist der Geschichte ist James Reece, ein Mitglied des Navy-Seal-Teams, das während einer Operation schlechte Erfahrungen mit seinem Team macht. Zu Hause angekommen, hat James verwirrte Erinnerungen an das, was passiert ist, und ist sich nicht sicher, was seine Verantwortung ist und was genau auf seiner Mission wirklich passiert ist. Er erinnert sich etwa an Reihen von Särgen, aber in den offiziellen Dokumenten findet sich nichts. Doch Reece gibt nicht auf, beginnt nachzuforschen und findet Beweise, die ihn der Wahrheit näher bringen. Sollte hier am Ende gar "dunkle Mächte" gegen ihn operieren? Ist er in Gefahr?

Protagonist Reece wird gespielt von Chris Pratt, bekannt als Star der Marvel Studios-Saga "Guardians of the Galaxy" und auch einer der Hauptdarsteller des "Jurassic-World"-Franchise. Ja, das ist der, der mit den gefährlichen Dinos kuschelt. Pratt ist zusammen mit Antoine Fuqua und David DiGilio auch Executive Producer des Projekts. In einer Nebenrolle zu sehen ist übrigens auch Patrick Schwarzenegger, Sohn von "Terminator"-Star Arnold Schwarzenegger.

Auf Netflix hingegen setzt man auf Altbewährtes. Die spanische Serie "Haus des Geldes" entwickelte sich bekanntlich weltweit zum Streaminghit. Nun hat sich Südkorea, das sich mittlerweile als TV-Erfolgsschmiede etabliert hat, an ein Remake gemacht ("Haus des Geldes: Korea", Netflix). Darin haben sich Nord- und Südkorea angenähert und bilden einen gemeinsamen Wirtschaftsraum. Die Folge ist, dass die Reichen immer reicher werden - und der kriminelle "Professor" (Yoo Ji-tae) möchte sie mit seiner Truppe aus Gangstern um diesen Reichtum erleichtern. Dazu plant er den Überfall auf eine Gelddruckerei. Doch in der Verhandlungsexpertin Seon Woo-jin (Kim Yun-jin) von der koreanischen Polizei erwächst ihm schnell eine gewiefte Gegnerin.

Es ist eine der wenigen Neupublikationen auf Netflix, das zuletzt einen Sparkurs fahren musste. Der US-Streamingpionier kündigte diese Woche 300 Mitarbeiter. Das entspreche rund vier Prozent der Belegschaft, teilte Netflix mit. Der Konzern begründete den Schritt damit, die Kosten in Einklang mit dem schwächelnden Umsatzwachstum bringen zu müssen.

Fette Beute bei Apple

Bei Konkurrent Apple gibt es seit dieser Woche mit "Loot" auch wieder Nachschub im Serienfach: Milliardärin Molly Novak (Maya Rudolph) lebt ein Traumleben zwischen Jachten und Privatjets - bis ihr Mann sie betrügt und sie mit einem Male weltweit zur Boulevardpersönlichkeit wird. Bald erhält Molly einen Anruf von Sofia Salinas, der pragmatischen Chefin ihrer Wohltätigkeitsstiftung, von der Molly bis dahin gar nichts wusste. Sofia bittet darum, sich künftig aus den Negativschlagzeilen herauszuhalten, um Schaden von der Stiftung abzuwenden. Das nimmt Molly zum Anlass, um ihr Leben umzukrempeln.