Die mit Spannung erwartete Autobiografie des britischen Prinzen Harry (38) ist nach Angaben britischer Medien in Spanien versehentlich bereits am Donnerstag in den Handel gelangt. Eigentlich sollte das Buch erst am 10. Jänner erscheinen. Mehrere britische Medienhäuser haben sich nach eigenen Angaben nun schon fünf Tage vor dem offiziellen Erscheinen ein spanischsprachiges Exemplar in Spanien besorgen können.

Gewaltvorwurf gegen Bruder William

Dadurch sind Einzelheiten aus dem Buch schon vorab bekannt geworden. Wie der "Guardian" berichtet, erhebt Harry schwere Vorwürfe gegen seinen Bruder Prinz William. Sein älterer Bruder soll ihn im Jahr 2019 in der Küche seiner Wohnung in London zu Boden gestoßen habe. In dem Streit habe William Harrys Frau Meghan als "schwierig", "unhöflich" und "ruppig" beschimpft, zitiert die Zeitung aus dem Buch. "Er packte mich am Kragen, wobei meine Halskette zerriss, und stieß mich zu Boden. Ich landete auf dem Hundenapf, der unter meinem Rücken zerbrach, sodass mich die Scherben schnitten", heißt es demnach in dem Buch mit dem deutschen Titel "Reserve" weiter.

Harry habe seinen Bruder daraufhin aufgefordert zu gehen. Prinz William habe sich entschuldigt. Im Gehen habe er sich umgedreht und gesagt: "Das brauchst du Meg nicht zu erzählen." Auf Harrys Frage, ob er damit den Angriff meine, habe William erwidert: "Ich habe dich nicht angegriffen, Harold."

Interventionsversuch gegen Camilla

Eine weitere neuralgische und darum schon vorab vermeldete Passage aus dem Buch betrifft eine Eheschließung. Prinz Harry habe vor Jahrzehnten gemeinsam mit Prinz William seinen Vater Charles "angefleht", dessen Partnerin Camilla nicht zu ehelichen und ein zweites Mal zu heiraten. Harry habe Camilla als "böse Stiefmutter" gefürchtet.

Auch behauptet Harry in dem Buch angeblich, sein Bruder William hätte ihm im Jahr 2005 dazu geraten, sich für eine Party als Nationalsozialist zu verkleiden - ein Kostüm, das ihm seinerzeit einen Skandal eintrug. (apa/red)