Die JournalistInnengewerkschaft in der GPA erachtet den Gesetzesentwurf zur "Wiener Zeitung" als untauglich. "Bringen sie ihn nicht ins Parlament ein, werfen sie ihn weg", forderte der Gewerkschaftsvorsitzende Eike-Clemens Kullmann. Stattdessen solle die Bundesregierung den Appell zahlreicher Persönlichkeiten aufgreifen und der "Wiener Zeitung" eine Übergangszeit von 18 Monaten geben, um eine Lösung für den Weiterbestand der Zeitung in Printform zu suchen. Denn der Gesetzesentwurf sieht vor, dass die älteste noch bestehende Tageszeitung der Welt künftig primär online und nur nach Maßgabe der verfügbaren Mittel auch in Printform erscheint.

Auch der "Media Hub Austria" wird abgelehnt

Zudem wird die Journalistenaus- und -weiterbildung bei der Wiener Zeitung GmbH im Rahmen eines "Media Hub Austria" forciert, was von der Gewerkschaft ebenfalls "entschieden abgelehnt" wird. "Dass für journalistische Aus- und Weiterbildung zusätzlich Mittel bereitgestellt werden, ist zwar grundsätzlich zu begrüßen. Aber doch bitte nicht in Form einer Verstaatlichung in Form einer direkten Unterstellung im Kanzleramt", so Kullmann in einer Aussendung. Stattdessen sollten laut dem Gewerkschaftsvorsitzenden bestehende Einrichtungen mehr Geld bekommen, "um die bereits vorhandene Expertise noch besser zu nützen".(apa)