• vom 23.06.2011, 13:46 Uhr

Medien

Update: 21.11.2011, 15:48 Uhr

Pressefreiheit

Ruf nach einem europäischen Presserat




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  • Brandner-Radinger, Wilkie und Kössler erhielten Ehrenzeichen.

Wien. (red) Drei Medienvertreter bekamen am Mittwoch von Medienstaatssekretär Josef Ostermayer Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik verliehen: die ehemalige Concordia-Generalsekretärin Ilse Brandner-Radinger, James Wilkie vom Verband der Auslandspresse und ORF-Journalist Franz Kössler.


Brandner-Radinger, die sich vor allem für die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Presseclubs eingesetzt hatte, hielt die Dankesrede für das Trio, in der sie vor allem den Wunsch nach einer Selbstregulierung der Presse auf europäischer Ebene äußerte. "Es ist besser, eine journalistische Selbstregulierung auf europäischer Ebene einzurichten, bevor Regulierungsmaßnahmen für die Medien aus Brüssel kommen", griff Brandner-Radinger den im Jahr 2004 geäußerten Gedanken von Freimut Duve , damaliger OSZE-Repräsentant, auf.

Frage des Wollens

Für die ehemalige Concordia-Generalsekretärin ist Journalismus "über die verantwortungsvolle Informationspflicht hinaus, auch die Möglichkeit, für demokratische Ziele und Grundsätze öffentlich einzutreten". "Was uns Journalisten aber dennoch schmerzt, ist die Erfahrung, dass Medien-Qualität keine Garantie für ökonomischen Erfolg bietet", so Brandner-Radinger weiter. Das sei umso schmerzlicher, weil journalistische Qualität ohne ökonomischen Rückhalt auf Dauer nicht möglich ist. "Eine - trotz aller Verschiedenheit der Länder - konsensfähige Basis für einen gemeinsamen europäischen Kodex für Journalisten auszuarbeiten, nach dessen Grundsätzen europäische Öffentlichkeit zu beurteilen, ist vielleicht eine Frage der Zeit. Aber auch des Wollens."




Schlagwörter

Pressefreiheit, Presserat

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Dokument erstellt am 2011-06-23 13:53:01
Letzte Änderung am 2011-11-21 15:48:41


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