Krammer galt als maßgeblicher Einfädler für die Wahl von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und hatte sich außerdem vor Wrabetz gestellt, als dieser von der Regierung unter Druck geriet.

Gemäß der bisherigen Aufteilung sind von den neun Mitgliedern der Regierung jeweils vier den beiden Regierungsparteien SPÖ und ÖVP zuzuordnen. Als unabhängiger Kandidat wurde Turnauer-Aufsichtsrat Alexander Hartig nominiert.

Auf SPÖ-Seite werden von der Regierung Andrea Brem, Geschäftsführerin des Vereines Wiener Frauenhäuser, die Wirtschaftsprüferin Andrea Schellner, der Chef der Vereinigten Bühnen Wien, Thomas Drozda, und der Wiener Städtische-Vorstand Rudolf Ertl in den Stiftungsrat geschickt. Der ÖVP sind aus dem Kreis der Regierungs-Stiftungsräte der bisherige Chef des Verfassungsdienstes im Bundeskanzleramt, Georg Lienbacher, und die Direktorin des Technischen Museums Wien, Gabriele Zuna Kratky, sowie Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbandes der Musikwirtschaft, und der Rechtsanwalt Franz Krainer zuzuordnen.

Die sechs direkt von den Parteien entsendeten Mitglieder sind auf SPÖ-Seite neben Pelinka Werner Muhm (AK), die ÖVP nominierte den Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Peter Koren, die FPÖ Norbert Steger, die Grünen Wilfried Embacher und das BZÖ Huberta Gheneff-Fürst. Termin für die konstituierende Sitzung ist der 22. April.