• vom 15.02.2011, 18:03 Uhr

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Update: 16.06.2011, 21:02 Uhr

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ORF will Integration thematisieren - aber ohne Sparten-Kanal




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  • Ein Nischen-Programm für Migranten ist beim ORF nicht geplant.
  • Wien. (best) Integration ist ein brennheißes Thema. Dem ORF bringt es hohe Einschaltquoten. Mitte Jänner lockte das Bürgerforum bis zu 900.000 Menschen vor den Bildschirm, als die Debatte um "Die Türken - ewige Außenseiter" kreiste. Ansonsten liegen die Einschaltquoten der Sendung zwischen 500.000 und 600.000.

Menschen mit Migrationshintergrund sind auch eine große Zielgruppe, die von der Wirtschaft schon längst entdeckt worden ist. Seniorenratspräsident Andreas Khol hat daher im Interview mit der "Wiener Zeitung" über "einen Spartenkanal für Türkisch sprechende Mitbürger" nachgedacht. "Wir wollen lieber Integrationsthemen und Menschen mit Migrationshintergrund in das Hauptprogramm des ORF integrieren, statt eine neue Ghettoisierung zu fördern", meint dazu ORF-Sprecher Martin Biedermann. Im Übrigen seien Sparten-Kanäle durch das ORF-Gesetz geregelt: "Zwei Kanäle sind vorgesehen, einer mit Kultur und Information, und ein anderer mit Sport."


Communitys zu heterogen

Zu Khols Hinweis, dass etliche Zuwanderer die Programme ihrer Herkunftsländer über Satellit verfolgen, meint Biedermann: "Das liegt weniger am ORF-Angebot, als an der Integration." Auch Auslandsösterreicher würden oft heimisches Fernsehen bevorzugen. "Prinzipiell sollen unsere Sendungen breite Bevölkerungsschichten ansprechen, und keine Nischen schaffen." Communitys wie die ex-jugoslawische und die türkische seien sehr verschieden. "Ein Format, das beide anspricht, ist gar nicht möglich." Dafür suche der ORF seit längerem Moderatoren mit Migrationshintergrund. Ab Ende Februar wird die FM4-Moderatorin und Afro-Österreicherin Claudia Unterweger die ZiB-Flashes präsentieren.




Schlagwörter

Medien, ORF, Ghetto

Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2011-02-15 18:03:16
Letzte Änderung am 2011-06-16 21:02:07


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