Vor zwei Jahren ist die junge Frau von Moldawien, einem der ärmsten Länder Europas, mit Schleppern nach Österreich gekommen. Eine außergewöhnliche "Am Schauplatz"-Reportage über das "andere" "Europa" und zum Muttertag (22.30 Uhr, ORF 2).

Die junge Mutter hat nicht nur ihr gesamtes Vermögen, sondern auch ihr Leben riskiert. Tagsüber hat sie bei den "besseren" Wiener Frauen für 5 bis 7 Euro die Stunde die Hausarbeit erledigt. Nächtens hat sie sich gemeinsam mit drei anderen "Gastarbeiterinnen" in einer kleinen Wiener Wohnung versteckt gehalten.

Nach zwei Jahren kehrt Ilona zu ihrer Familie mit gemischten Gefühlen nach Moldawien zurück. So wie es aussieht, droht die Ehe daheim in Brüche zu gehen. Die Kinder, 11 und 13 Jahre alt, weinen seit Monaten fast täglich um ihre Mutter. Ilona weiß, dass sie dringend zurück muss, hat aber längst keinen gültigen Reisepass mehr. Wie wird sie so die Reise durch Ungarn und Rumänien bis nach Moldawien schaffen, und was wird sie nach zwei Jahren daheim erwarten? "Am Schauplatz"-Reporter haben die junge Mutter auf ihrer 1.800 km langen Reise mit dem Autobus über drei Ländergrenzen nach Hause begleitet und dort ein ganzes "Dorf ohne Mütter" vorgefunden. Um ihre Familie ernähren zu können, sind sie alle als Gastarbeiterinnen nach Westeuropa gegangen. Kinder und Männer haben sie daheim zurückgelassen.