"Hund um uns" lautet der Arbeitstitel des Films, dessen Drehbuch die Publizistin und Journalistin Elfriede Hammerl schrieb. Es wird zur Zeit im Waldviertel rund um die märchenhafte Burg

Rappottenstein nahe Ottenschlag für den ORF verfilmt.

In den Hauptrollen der Allegro-Film-Produktion stehen die Josefstädterin Petra Morzé, Harald Windisch, Proschat Madani und Wolfram Berger vor der Kamera von Robert Neumüller. Eine wichtige Rolle hat

auch ein Vierbeiner inne. Der quirlige Border-Collie Russell mit Filmnamen Gernot, der nur darauf wartet, sich einen Platz im Herzen der Zuseher zu erobern. In weiteren Rollen spielen Lotte Ledl,

Toni Böhm und Alexander Lhotzky. Opernsänger William Blankenship, der Vater der Regisseurin, mimt in einer Gastrolle einen mystischen Druidenführer.

Zentrale Figur in dem Film ist die Verlagslektorin Leo (P. Morzé), die in dem charmanten Alex (H. Windisch) ihren Traummann sieht. Mit dem befreundeten Paar Claudia und Max (P. Madani und W. Berger)

verbringen dei beiden einen Wellness-Urlaub in einem Waldviertler Gesundheitszentrum. Was macht man eigentlich als Wellness-Urlauber? Wolfram Berger: "Man läuft durch den Wald, umarmt Bäume und weint

und sitzt in einer Schwitzhütte."

Unzufrieden mit den Wellness-Gurus und angewiedert von Alex' Flirt-Aktionen macht sich Leo mit dem Fahrrad auf und davon, bis plötzlich ein scheuer Hund vor ihr steht, dankbar für jede kleine

Zuwendung. Die Schicksalsbekanntschaft bekommt den Namen Gernot und wird zur Konkurrenz für Leos missliebigen Partner. Doch der lässt sich nicht so leicht verdrängen. Abgesehen von der ironischen

Betrachtung der Wellness-Welle geht es in dem Film, wie Proschat Madani anmerkt, hauptsächlich "um Probleme, die Frauen mit Männern haben".

Für ihre Regisseurin und die Arbeitsatmosphäre, die sie geschaffen hat, gibt es von den vier Hauptakteuren unisono großes Lob: "Hält das Team blendend bei Laune", "professionelle Teamarbeit."

Vielleicht trägt dazu auch bei, was Beverly Blankenship von ihrer Arbeit in Australien mitgebracht hat, "wo es nicht so abgesteckte Hierarchien gibt wie etwa im mitteleuropäischen Raum".

Was ist eigentlich der Unterschied zur Bühnenarbeit? "Im Prinzip ist nicht vieles anders", sagt Blankenship, "außer daß man mehr Freiheit für die räumliche Gestaltung hat und den Umgang mit der

Technik lernen muß." Das Wichtigste aber seien hier und dort die Schauspieler. Wegen ihnen geht man ins Theater und sieht sich einen Film an. "Sie sind das Herz jeder Inszenierung, bringen Zauber und

Magie, machen Papier lebendig."

Der TV-Film wird nächstes Jahr vom ORF ausgestrahlt. Auf Beverly Blankenship wartet jedoch, neben einigen Theaterprojekten, schon die nächste Filmarbeit, diesmal fürs Kino und nach eigenem Drehbuch.