Im allerengsten Familienkreis wurde Dienstag abend in dem Wallfahrtsort Frauenstein im Bezirk Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich die Urne mit der Asche von Hans-Joachim Kulenkampff im dort

befindlichen Familiengrab beigesetzt. Gestern fand, ebenfalls in Frauenstein, eine Trauerandacht für den, wie berichtet, bereits am Freitag verstorbenen TV-Pionier statt.

In der Zwischenzeit sind weitere Würdigungen des Verstorbenen eingelangt. Bundeskanzler Viktor Klima würdigt Kulenkampff als Humanisten und intelligenten Entertainer, der auch als öffentliche Person

zu seiner Haltung als Demokrat gestanden sei. Betroffen zeigte sich in einer Stellungnahme auch Wiens Altbürgermeister Helmut Zilk sowie der TV-Moderator Peter Rapp, der die "noble, intelligente Art"

des großen Showmasters hervorhob. Madeleine Petrovic, die grüne Klubobfrau und Kultursprecherin würdigte Kulenkampff als "großartigen Entertainer und hervorragenden Charakterdarsteller", der als

einer der "Pioniere der modernen Fernseh-Talkshow" mit Natürlichkeit und Geradlinigkeit, Schlagfertigkeit und Witz Fernsehgeschichte geschrieben habe.

In einer am Dienstag vom Süddeutschen Rundfunk (SDR) veröffentlichten Erklärung wurden die letzten persönliche Worte Kulenkampffs an sein Publikum, wenige Tage vor seinem Tod, übermittelt:"Ich

weiß nicht, wohin ich gehe, aber ich gehe nicht ohne Hoffnung." In seinen "letzten persönlichen Worten" für die Mitarbeiter und Zuschauer des SDR heißt es: "Ich bin nicht mehr dazu gekommen, alle

Dinge, die mir wichtig schienen, zu Ende zu bringen. Was ich bedauere, ist, daß mir nicht mehr die Zeit blieb, mich zu bedanken bei den vielen, die geholfen haben, daß mein Leben so verlaufen ist,

daß ich jetzt sagen kann: Es war doch sehr schön, ich hätte gern noch ein bißchen mehr davon gehabt." Abschließend schrieb "Kuli": "Ich danke euch allen."