• vom 23.08.2010, 18:29 Uhr

Medien

Update: 24.08.2010, 12:07 Uhr

Langjähriger ORF-Korrespondent Schmidt verstorben




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  • Schneller Denker und Mann der Gegensätze.
  • Wien.(kats) "Lassen Sie Ihren Vater lieb grüßen", sagte erst vor kurzem ein Kollege zu mir. Und: "Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so schnell denkt und sich so langsam bewegt." Besser konnte man Günter Schmidt nicht beschreiben.

Günter Schmidt 1941-2010. Foto: orf

Günter Schmidt 1941-2010. Foto: orf Günter Schmidt 1941-2010. Foto: orf

Der langjährige ORF-Journalist war ein Mann der Gegensätze: Schnelles Denken war das Seine - aber auch überlegtes Handeln. "Das muss man sich sehr genau anschauen", war einer seiner Lieblingssätze. Sein trockener Humor konnte rasch in heftige Ungeduld umschlagen, wenn jemand keine Bereitschaft zeigte, mitzudenken. Er selbst war immer dazu bereit, sich Neues "sehr genau anzuschauen". Der Wirtschaftswissenschafter, der eigentlich Lehrer werden wollte, zeichnete sich durch fundierte Sachkenntnis und die Fähigkeit aus, komplizierte Dinge verständlich zu erklären.


Schmidt startete seine ORF-Karriere 1972, davor war er bei Reuters und in London unter anderem bei der BBC tätig. Im ORF war er leitender Auslands- und Wirtschaftsredakteur, 1992 bis 2002 leitete der begeisterte Europäer das Korrespondenten-Büro in Brüssel. Dort entdeckte der Träger vieler in- und ausländischer Preise seine Liebe zum belgischen Essen.

Günter Schmidt ist Samstagfrüh nach kurzer Krankheit gestorben. Er hinterlässt eine Frau, drei Kinder und eine Enkeltochter, die seinen wachen, skeptischen Blick weiterträgt. Am 24. November wäre er 69 Jahre alt geworden.



Dokumenten Information
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Dokument erstellt am 2010-08-23 18:29:00
Letzte Änderung am 2010-08-24 12:07:00

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