Wien. (bau) Schlechte Nachrichten für den ORF an einer Nebenfront des geplanten Umzuges nach St. Marx: Vor wenigen Tagen teilte das Bundesdenkmalamt dem ORF per Bescheid mit, weite Teile der Studios auf dem Wiener Rosenhügel unter Denkmalschutz zu stellen. Das macht eine Verwertung des Areals deutlich schwieriger - und vor allem viel weniger rentabel für den ORF. Nach Informationen der "Wiener Zeitung" wurde nicht nur (wie im ORF erwartet) die "Synchronhalle" unter Denkmalschutz gestellt, sondern auch die große "Haupt-Halle 1", die sich quer über das Areal zieht. Das dürfte den Verkaufswert des Geländes massiv senken. Das Geld würde der ORF jedoch unter anderem für einen Neubau oder die Sanierung des Küniglberges benötigen. Es wird damit gerechnet, dass der ORF den Bescheid des Denkmalamtes bekämpft.

Stiftungsrat rüstet sich


Unterdessen wird sich auch der ORF-Stiftungsrat verstärkt mit der Standortfrage beschäftigen. Der Stiftungsrat hat eine Arbeitsgruppe zum Standort beschlossen. Die erste Sitzung findet am 7. November statt. Ziel ist es, den Stiftungsrat regelmäßig über die Fortschritte in der Standortfrage am Laufenden zu halten. Zur Debatte stehen mehrere Varianten, darunter eine Übersiedelung nach St. Marx, eine Konzentration auf dem Küniglberg oder die Beibehaltung mehrerer Standorte.

Mitglieder der Arbeitsgruppe sind der SP-nahe Stiftungsrat Werner Muhm, sein Kollege Thomas Drozda, der VP-nahe Stiftungsrat Thomas Zach, der bürgerliche Zentralbetriebsrat Robert Ziegler, der Zentralbetriebsratschef Gerhard Moser und der unabhängige Stiftungsrat Alexander Hartig. Außerdem sitzen in der Arbeitsgruppe der Grüne Stiftungsrat Wilfried Embacher, die Orange Stiftungsrätin Huberta Gheneff und der von der FPÖ entsandte Norbert Steger.