• vom 13.12.2011, 16:54 Uhr

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Update: 13.12.2011, 17:02 Uhr

ORF

"Human touch" für ORF2




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Von Ina Weber

  • Nach ORFeins wurde nun auch ORF2 einem "Refreshment" unterzogen
  • Von Star-Designer Neville Brody bleibt die Ziegelsteinform des Logos.

Als "Idents" wurden Zwillinge als optische Umsetzung der "2" eingesetzt.

Als "Idents" wurden Zwillinge als optische Umsetzung der "2" eingesetzt.

Wien. Genau vor einem Jahr präsentierte der ORF den neuen Auftritt von ORFeins: Die ausgeschriebene Ziffer Eins, die Farbe Petrol im Logo und die eingeführten Identifizierungselemente, bei denen in kurzen Spots unterschiedliche Menschen abwechselnd in die Kamera hineinstarren, haben den Sender optisch verändert. Dazwischen lag die Schaffung der neuen Spartenkanäle, das Design für ORFIII und nun das "Refreshment" von ORF2, welches am Dienstag von ORF-Art-Direktor Michael Hajek präsentiert wurde.


"Eine Revolution ist es nicht, aber es ist die stärkste Veränderung seit zehn Jahren", sagt Hajek. Das Refreshment sei "nicht ganz so gewagt" wie das von ORF eins, schließlich sei die Zielgruppe, die ORF2 bedient, in Summe etwas älter, so ORF-Kommunikationschef Martin Biedermann.

Zwei Vollprogramme unter einem Dach sei das Ziel gewesen. Das Dach ist vor allem die Schrift. Wie schon bei ORFeins wurde nun auch für ORF2 die Schrift Gotham gewählt, die US-Präsident Barack Obama für seinen Wahlkampf-Slogan "Change" verwendete. "Die Schrift ist elegant und informativ, hat aber nicht die kühle Distanziertheit ihrer Vorgängerin", so Hajek. Geschlossen wurde außerdem die Spalte zwischen den beiden Schrift-Ziegeln "ORF" und "2", stattdessen wurde eine Schattierung gesetzt.

Der "Pater-Noster-Effekt"
Am auffälligsten sind wohl die neuen Animationselemente, die das Publikum in Zukunft besser durch das Programm navigieren sollen. Eingeblendete Programmankündigungen mit Sendedatum, Zeit und Sendungstitel werden mit vertikalen Navigationstools präsentiert. Die für den zweiten Kanal nun prägenden Auf- und Abwärtsbewegungen der neuen Grafik nennen die ORF-Designer "Pater Noster".

Neu ist auch das Audiologo von ORF2, das ebenso wie jenes von ORFeins auf kurze Soundeffekte setzt. Dass ORF2 als Marktführer in Österreich die Farben Rot und Weiß tragen werde, sei klar gewesen, so Hajek.

Der Sender wird am 9. Jänner mit neuer Grafik erscheinen. Was von Star-Designer Neville Brody, der im Jahr 1992 unter Gerd Bacher das berühmte ORF-Auge verwarf und dem Sender eine klare und ruhige Designsprache verpasste, bleibt, ist die Ziegelsteinform des Logos. Durch die unterschiedlichen Schriftgrößen wird das Bild wieder unruhiger und erinnern an Intros vor Neville.

Die Identifizierung von ORF2 läuft wie auch schon bei ORFeins über kurze Spots mit "human touch". Keine Promis oder Models, sondern normale Menschen jeder Alters- und Zielgruppe sollen gezeigt werden.

"Zwillinge gesucht!"
Aufgrund der "2" sei die Idee, eineiige Zwillinge zu zeigen, nahegelegen. Sie werden in sogenannten Identities, also Kurzclips, die zwischen Werbung und Programm geschalten werden, zu sehen sein. Dafür sucht der ORF noch Zwillinge, die sich melden können.

Ein einheitliches Design soll es künftig auch für die Bundesländer und deren jeweilige "Heute"-Sendungen geben. Der ORF führt diesbezüglich mit den Ländern Gespräche. Die volle Ausbaustufe wird es "um Ostern herum" erreichen, kündigte Hajek an. 2012 will sich der Art-Director auch noch das Design des neuen Sport-Spartenkanals vornehmen, das noch im Laufe des kommenden Jahres on air gehen soll. Weiters gibt es Überlegungen darüber, dass das neue Design auch in die einzelnen Produktionen und Magazine des ORF einfließen und übernommen werden soll. Mit der neuen Fernsehdirektorin Kathrin Zechner werden weitere Veränderungen kommen.

Die Gebührenerhöhung und die Finanzvorschau werden indes am Donnerstag vom ORF-Stiftungsrat beschlossen. Durch die Gebührenanpassung um sieben Prozent kann der öffentlich-rechtliche Rundfunk schon kommendes Jahr mit zusätzlichen Einnahmen rechnen. Weiters einigten sich laut "Standard" Betriebsrat und Management auf eine durchschnittliche Gehaltserhöhung im ORF von 2,94 Prozent.




Schlagwörter

ORF, Design, Logo

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Dokument erstellt am 2011-12-13 16:59:06
Letzte Änderung am 2011-12-13 17:02:16


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