London/Wien. Der Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, hat angekündigt, in einer Reihe von TV-Debatten mit "politischen Schlüsselfiguren, Denkern und Revolutionären" aus aller Welt aufzutreten. Das gab Assange auf der Webseite von Wikileaks bekannt. Thema soll unter anderem der "Verfall der Rechtsstaatlichkeit" in der westlichen Welt sein, sowie die "Attacken" auf das freie Internet.

Die Serie soll ab Mitte März wöchentlich in zehn halbstündigen Folgen ausgestrahlt werden. Auf welchen Sendern die Assange-Debatten laufen sollen, ist noch unklar. In der Aussendung von Wikileaks heißt es, durch bisher vereinbarte Kooperationen würden über Kabel, Satellit und terrestrische Ausstrahlung 600 Millionen Zuseher weltweit erreicht werden. Der Gründer von Wikileaks ist derzeit in Großbritannien unter Hausarrest und bekämpft juristisch seine Auslieferung nach Schweden, wo er zu Vorwürfen befragt werden soll, zwei Frauen sexuell missbraucht zu haben.

In der Ankündigung erneuerte Assange seine Befürchtung, die US-Behörden würden seine Auslieferung verlangen und ihn wegen der Wikileaks-Enthüllung von diplomatischen Depeschen der USA vor Gericht stellen. Der umstrittene Publizist und Ex-Hacker wird in dem Text als "eine der bekanntesten revolutionären Figuren der Welt" bezeichnet.