Wien. (bau) Wer sein TV-Programm noch über den analogen Satelliten von Astra empfängt, sieht ab kommenden Dienstag schwarz. Denn am 30. April beenden die deutschen Sender ihre analoge Übertragung und senden ausschließlich digital über Astra. Um also weiter das übliche TV-Programm empfangen zu können, muss der Sat-Receiver auf ein digitales Modell umgetauscht werden. Bei mehr als zehn Jahre alten Anlagen kann es sein, dass zusätzlich auch der Empfangsteil der Schüssel, der sogenannte LNB ausgetauscht werden muss. Die Sat-Schüssel kann jedoch jedenfalls weiterverwendet werden.

Zehntausende betroffen


Die Abschaltung der analogen Übertragung war seit Jahren angekündigt. Dennoch geht der Fachhandel davon aus, dass noch mehrere zehntausend Haushalte in Österreich analog empfangen. Vor allem vor vielen Jahren installierte Gemeinschaftsanlagen können betroffen sein, da hier die einzelnen Nutzer in der Regel gar nicht wissen, dass dort noch analoge Geräte laufen. Bei der Anschaffung eines neuen Gerätes empfiehlt es sich, gleich ein HD-fähiges Gerät zu installieren: Diese kosten nur marginal mehr, bieten jedoch (einen HD-Fernseher vorausgesetzt) deutlich höhere Bildqualität. Der Fernseher muss wegen der Umrüstung auf digital jedoch nicht zwingend ausgetauscht werden.

Wenn man nicht sicher ist, ob man betroffen ist, kann man die Teletext-Seite 198 aufrufen - wo man Auskunft erhält. Auch Einblendungen im Programm machen auf das Datum aufmerksam. Nutzer, die ihr Fernsehen über Kabel oder Antenne empfangen, sind von der Abschaltung nicht betroffen.

Satellit ist auch weiter die beliebteste Empfangsform der Österreicher: 54 Prozent der 3,6 Millionen TV-Haushalte sehen über Schüssel fern. 98 Prozent davon sollten bereits digital sein.