Ein Streik liegt in der Luft - der VÖZ findet die Drohung unangemessen, die Gewerkschaft kritisiert die geplante Kündigung des Kollektivvertrages. - © APAweb / dpa / Arno Burgi
Ein Streik liegt in der Luft - der VÖZ findet die Drohung unangemessen, die Gewerkschaft kritisiert die geplante Kündigung des Kollektivvertrages. - © APAweb / dpa / Arno Burgi

Wien. Den Verlegern könnten bald Streiks ins Haus stehen. Das Präsidium der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp und die Betriebsräte-Konferenz haben am Mittwoch einstimmig beschlossen, gegen die einseitige Kündigung des Journalisten-Kollektivvertrags durch den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) Kampfmaßnahmen einzuleiten. Damit soll verhindert werden, dass ab Jänner ein vertragsloser Zustand entsteht, hieß es in einer Aussendung.

Ein solcher Zustand könnte für die Journalisten in den einzelnen Unternehmen "im schlechtesten Fall nachteilige Arbeitsbedingungen bis hin zu finanziellen Einschränkungen" bedeuten. Der Antrag auf Streikfreigabe werde daher umgehend vom GPA-djp Präsidium an den ÖGB-Vorstand übermittelt.  Dennoch will die Journalistengewerkschaft auch den schon vor der KV-Kündigung vereinbarten Gesprächstermin mit den Verlegern am 22. Oktober wahrnehmen. Darüber hinaus soll das Journalistenpräsidium die Rechtswirksamkeit des KV-Kündigungsschreibens überprüfen lassen, hieß es.

In den vergangenen Tagen fanden in mehreren Redaktionen des Landes Betriebsversammlungen statt, weitere sollen in den kommenden Wochen folgen. Bis Donnerstagvormittag haben außerdem mehr als 1.100 Menschen ihren Unmut über die "destruktive Vorgangsweise" des VÖZ und ihre Solidarität mit den Journalisten auf der GPA-djp Plattform (http://www.gpa-djp.at) bekundet.

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