Sie starten R9: (v.l.n.r.): Wolf-Dieter Holzhey, LT1-Geschäftsführer, DI Sigrid Oblak, Wien Holding, Rudi Kobza, Eigentümer Kobza Media Gruppe, und Alfred Grinschgl, RTR-GmbH. - © R9,Hofer
Sie starten R9: (v.l.n.r.): Wolf-Dieter Holzhey, LT1-Geschäftsführer, DI Sigrid Oblak, Wien Holding, Rudi Kobza, Eigentümer Kobza Media Gruppe, und Alfred Grinschgl, RTR-GmbH. - © R9,Hofer

Wien. Die wichtigsten Regionalfernsehsender Österreichs vereinen ihre Kräfte: Unter einem Dach schließen sich zehn Regionalsender zu einem österreichweiten Verbund zusammen. R9 heißt dieser und wurde am Mittwoch aus der Taufe gehoben. Seine Aufgabe? Nikolaus Pelinka - Geschäftsführer der Agentur- und Medien-Holding Kobza Media, Miteigentümer von R9 neben Wien Holding und Holzhey Management und Beteiligungen GmbH - erklärt es im Gespräch mit der "Wiener Zeitung": "Es funktioniert wie die Vermarktungsplattform RMS der heimischen Privatradios: Mit R9 erhalten überregionale Werbe- und Content-Kunden einen zentralen Ansprechpartner für die nationale Vermarktung von Werbeflächen im Regional-TV."

Zu den Regionalsendern zählen neben W24, schau TV (Burgenland), LT1 (Oberösterreich), Steiermark1, Kärnten 1, tirol tv, Ländle TV (Vorarlberg), P3 St. Pölten, N1 Niederösterreich sowie RTS (Salzburg). Unterstützt wird das Vorhaben weiters von der Rundfunk- und Telekom-Regulierungsbehörde RTR.

Marcin Kotlowski, Geschäftsführer der WH Medien und des Wiener Kabelfernsehsenders W24, erläutert am Mittwoch bei der Präsentation: "Regionalfernsehen in Österreich ist dort, wo die Menschen sind, mit Inhalten, die auf die jeweilige Region und die Zuseher zugeschnitten sind. Mit R9 machen wir diese Nähe zu den Sehern in jedem Bundesland auch für nationale Werbekunden österreichweit verfügbar."

Und welchen Vorteil haben die Werbekunden? "Das Gesamtdachangebot ist wesentlich günstiger als der Listenpreis der TV-Sender", so Pelinka, "ferner kann man mit nur einem Anruf über einen Ansprechpartner für zehn regionale Sender Österreichs buchen."

Trend zur Regionalität


Auch folgt man damit dem steigenden Trend zur Regionalität, dessen Bedeutung sich in Studien zeigt: Die Regionalsender Österreichs erreichen nach Ifes pro Monat mehr als zwei Millionen Österreicher ab 15 Jahren, mehr als 350.000 Personen geben darüber hinaus an, "heute oder gestern" einen Regionalsender gesehen zu haben. Laut Teletest erreichen die Regionalsender 1,8 Prozent Tagesreichweite und zehn Prozent Monatsreichweite.

In der Schweiz oder Italien gibt es das Model bereits seit längerem. "Mittelfristig geht es dann darum, ein gemeinsames Flächenformat in Form eines "Österreich-Bild" zu etablieren", lüftet Pelinka die Zukunftspläne.