Gerade noch handlich ist so ein Zwischending aus Smartphone und Tablet. - © corbis/Park Jin-Hee
Gerade noch handlich ist so ein Zwischending aus Smartphone und Tablet. - © corbis/Park Jin-Hee

Smartphones haben eine Bildschirmdiagonale von 3 oder 4 Zoll. Die Mobiltelefone passen gut in die Hosentasche. Zum längeren Anschauen von Videos ist das Display aber doch zu klein. Tablets dagegen sind groß genug, um Filme zu gucken. Sie kommen auf mindestens 7 oder 8 Zoll. Dafür eignen sie sich nicht zum Telefonieren. Die Lücke zwischen Smartphone und Tablet schließt eine neue Geräteklasse: das Phablet. Dieses Kunstwort hat es schon ins "Oxford Dictionary" geschafft. Phablets bieten Tablet-Komfort und dienen zugleich als Telefon. Allerdings sind es nicht gerade zierliche Geräte, die sich Nutzer da ans Ohr halten. Die Display-Diagonale eines Phablets bewegt sich ungefähr zwischen 5 und 7 Zoll.

Aus der IT-Steinzeit


Das erste Phablet soll ein Gerät aus der IT-Steinzeit gewesen sein. Zumindest ist ein Computer-Magazin aus den USA dieser Ansicht. Es sieht den AT&T EO 440 als Urahn. Der nicht allzu schnelle Personal Communicator kam 1993 auf den Markt. Er hatte eine drahtlose Netzwerkverbindung, erinnerte an ein kleines Faxgerät und kostete weit über 3000 Euro. Über die historische Einordnung des AT&T EO 440 ließe sich bestimmt streiten. Rein äußerlich hatte er wenig Ähnlichkeit mit den übergroßen Handys von heute. 2011 wagte sich Samsung mit dem Galaxy Note vor. Die Display-Diagonale: 5,3 Zoll. Auf so ein Smartphone-Tablet-Zwischending schienen die Nutzer nur gewartet zu haben. Schnell waren Millionen der Geräte verkauft. Inzwischen ist Samsung beim dritten Gerät der Note-Serie angekommen. Die ersten beiden Modelle hatten noch einen dünnen Kunststoffdeckel auf der Rückseite. Das Galaxy Note 3 besitzt dagegen eine rückseitige Kunstlederbeschichtung. Samsung versucht, den Anschein des Billigen zu vermeiden. Aber nicht wegen des aufgepeppten Äußeren wird das 5,7-Zoll-Smartphone allseits gelobt.

In einem Fach an der Unterseite des Gerätes steckt ein Digitalstift, auch Stylus genannt. Die Bedienung funktioniert ohne Berühren des Bildschirms. Der Nutzer drückt einfach eine Taste am Stift und hält diesen nah über den Bildschirm - schon öffnet sich Air Command. Diese Schaltzentrale, ein halb offener Kreis, zeigt alle Funktionen des Stiftes an. Action Memo ist eine davon. Der Nutzer gibt ins Nachrichtenfeld einen Namen und eine Telefonnummer ein. Diese werden dann mit dem Lasso-Werkzeug "eingefangen" und ins Adressbuch übertragen. Das Note 3 erkennt auch handgeschriebene Internetadressen. Wie weit die Übertragungen ins Digitale gelingen, hängt aber von der Deutlichkeit der Handschrift ab.