Vorreiter Samsung


Samsung ist der Vorreiter auf dem neuen Marktsegment. Und will seine XXL-Modelle nicht mehr Phablet nennen. Im April ließ die Firma in Deutschland ein Gerät namens Fonblet registrieren. Die Namenswahl trifft im Netz auf wenig Gegenliebe. Phablet sei als Name ja schon schlimm genug, heißt es in den Technikblogs. Diese spekulieren über die Absichten von Samsung. Die Firma suche eine Markenbezeichnung, die weder vergeben noch zu allgemeingültig ist, um geschützt zu werden, meint Mobile Geeks. Phablet sei eben schon ein zu allgemeiner Begriff, der von den meisten Markenämtern abgelehnt werde.

Die Samsung-Konkurrenz hat auch längst begriffen, dass sich mit Großhandys gute Geschäfte machen lassen. Neue Modelle kommen auf den Markt, das Buhlen um Käufer ist in vollem Gange. HTC aus Taiwan versucht es mit dem One Max. Der misst 5,9 in der Bildschirmdiagonalen, nicht viel mehr als Samsungs neues Modell. Dennoch fehlt dem Gerät die Handlichkeit. Es wiegt 218 Gramm - 50 Gramm mehr als das Note 3. Damit kommt es für die Einhandbedienung wohl nicht in Frage.

Auf der Rückseite ist ein Fingerabdrucksensor angebracht, mit dem das Handy entsperrt wird. Der Nutzer zieht den Finger über diesen Scanner. Umständlich, dass dazu erst der Bildschirm angeschaltet sein muss. Und auch die Bedienung klappt nicht reibungslos, kritisieren die Technikblogs. Der Sensor sei zu nah an der Kameralinse, dadurch komme es öfter zu Verwechslungen. Zudem wird bemängelt, dass es schwierig sei, den Finger in natürlicher Handhaltung über den Sensor zu wischen.

Wann reagiert Apple?


Der Xperia Z Ultra von Sony hat eine Bildschirmdiagonale von 6,4 Zoll - beeindruckende Maße für ein Telefon. Zeichnungen oder Notizen können hier auch mit einem Stift eingegeben. Ein Spezialstift wie beim Note 3 ist dafür aber nicht nötig. Es reicht ein ganz normaler Bleistift. Hauptsache, das Schreibgerät ist leitfähig. Android-Geräte dominieren den noch jungen Phablet-Markt. Ausnahme: das Nokia Lumia 1520, das auf Windows 8 läuft. Das Modell hat ein 6-Zoll-Display und wiegt 211 Gramm - auch nicht gerade ein Leichtgewicht. Mit 800 Euro kostet es satte 200 Euro mehr als das Samsung-Modell. Pluspunkt: Der Akku hält trotz großem Display sehr lange.

Übergroße Handys kommen gut an. 25 Millionen Verkäufe zählte IHS iSupply im vergangenen Jahr. Fragt sich, wann Apple ins Rennen einsteigt. Display Search vermutet, dass es 2014 so weit ist. Und auch die Größe des neuen iPhones glauben, die Marktforscher zu kennen: Die Bildschirmdiagonale soll 5,7 Zoll betragen. Zwar gibt es keine offiziellen Ankündigungen von Apple, aber logisch wäre der Schritt. Denn ein XXL-Handy halten sich wohl immer mehr Nutzer ans Ohr. IHS geht für 2016 von 150 Millionen verkauften Geräten aus.