Senderchef Breitenecker startet mit Österreich-Versionen. - © apa/Neubauer
Senderchef Breitenecker startet mit Österreich-Versionen. - © apa/Neubauer

Wien. Die ProSiebenSat.1-Puls-4-Gruppe launcht ab 15. Juli mit ProSieben Maxx Austria und Sat.1 Gold Österreich hierzulande zwei weitere Sender, bei denen es sich um Österreich-Versionen der deutschen Ausgaben handelt. Ausgerichtet auf Männer zwischen 30 und 59 beziehungsweise Frauen zwischen 40 und 64 Jahren sieht Puls-4-Chef Markus Breitenecker eine "komplementäre Ergänzung".

Zum Start sind die Sender in 500.000 Haushalten via Kabel und Satellit empfangbar, wobei man die technische Reichweite sukzessive ausbauen will. "Das sind die neuen Bodyguards für die Prinzessin Puls 4", erläuterte Breitenecker die Positionierung der Angebote. ProSieben Maxx wurde in Deutschland im September des Vorjahres gestartet, Sat.1 Gold bereits Anfang 2013. Die österreichischen Versionen werden einerseits um eigenes Programm ergänzt und bieten andererseits Platz für heimische Werbung.

Erhebliche Kosten


"Wir haben natürlich erhebliche Kosten für die Einführung dieser Sender. In zwei bis drei Jahren wollen wir mit den Werbeeinnahmen den Break-even schaffen", gab Breitenecker als Zielsetzung vor. Zurückhaltender zeigte sich der Medienmanager bezüglich angepeilter Marktanteile. Zwar habe man etwa mit dem Start von Sixx Austria im Sommer 2012 einen großen Erfolg verbuchen können. "Das war aber auch der Best-Case. Das erwarten wir uns diesmal nicht so schnell. Insofern wage ich ein Ziel für die kommenden Jahre noch nicht zu nennen." Das Potenzial sei in jedem Fall vorhanden, wie auch der Start von ProSieben Maxx in Deutschland gezeigt habe.

Zielgruppen orientiert


Inhaltlich richtet sich der ProSieben-Ableger an ein etwas älteres, männliches Publikum als mit dem Hauptsender. Sat.1 Gold Österreich soll wiederum dem weiblichen Publikum ein "goldenes Lebensgefühl" vermitteln, wie es in der Ankündigung heißt. Dabei setzt man vorwiegend auf deutsche Eigenproduktionen, Spielfilme und Serien. In Österreich werden zudem die "Puls 4 News" und das Wetter integriert. Eine Ausweitung des österreichischen Anteils ist für die kommenden Jahre angedacht.

Zusätzlich sind die Sender natürlich ein Angebot für Werbekunden. "Wir haben immer wieder Monate, wo wir aufgrund der Werbezeitenbeschränkung von zwölf Minuten pro Stunde einfach voll sind und Geld ablehnen müssen", meinte Breitenecker. "Insofern ist es gut, wenn man kleine Zielgruppensender hat, wo man diese Umsätze auffangen kann." Davon abgesehen wolle man als österreichisches Unternehmen "möglichst viel Wertschöpfung in Österreich haben. Solange diese internationale Senderfülle da ist, ist das Thema ,Austrifizierung‘ nie abgeschlossen."