"Die besten Partys sind die, an die man sich nicht mehr erinnert; alles andere taugt nichts." Es sind Aussagen wie diese, mit denen der britische Songschreiber, Gitarrist und gelegentliche Sänger der "Rolling Stones", Keith Richards, in seiner Autobiographie "Life" amüsiert und schockiert. In der 736 Seiten umfassenden Nacherzählung glänzt er aber nicht nur durch zweifelhafte Lebensweisheiten, sondern erzählt unter anderem auch von den Anfängen seiner erfolgreichen Band. Zum Beispiel, dass sie das erste Jahr ihres Daseins vorrangig mit dem Rumhängen in Kneipen, dem Klauen von Essen und dem Üben und Einstudieren von Songs verbracht haben.

Eine Mischung, die rückblickend offenbar genau richtig war: 50 Jahre und zahlreiche Hits, Drogenskandale, Affären, Schicksalsschläge und Streitereien später zählen sie immer noch zu den erfolgreichsten Bands weltweit. VOX widmet der "größten Band aller Zeiten" eine umfassende Dokumentation und zeigt in "50 Jahre Rolling Stones" (Sa., 20.15 Uhr, VOX) Konzertausschnitte und exklusives Videomaterial, lässt Weggefährten, Experten und Fans zu Wort kommen und erzählt so noch einmal die unglaubliche und immer noch andauernde Karriere der "Rolling Stones".

Anderer Sender, ähnlicher Schwerpunkt. Auf arte übernimmt die britische Band Pink Floyd den Samstagabend. Es ist jedoch nicht die Bandgeschichte, die in der Dokumentation "Pink Floyd - The Story of ‚Wish You Were Here‘" (Sa., 21.45 Uhr, arte) im Mittelpunkt steht, sondern ein spezielles Album der Band: "Wish You Were Here". Die Platte, die allein durch das Cover, auf dem ein brennender Mann zu sehen ist, berühmt wurde, gilt für viele Musiker, Kritiker und Fans als das beste Pink-Floyd-Album überhaupt. Die Dokumentation berichtet von der Zeit der Aufnahmen in den berühmten Abbey Road Studios und zeigt neue Interviews mit den Bandmitgliedern. Im Anschluss wird das Live-Konzert von 1971 gezeigt, bei dem die Band vor der grandiosen Kulisse des Vesuvs auftrat - ohne Publikum.

Weitaus weniger international geht es am Sonntag auf 3sat mit einem Musikschwerpunkt weiter: Passend zum Nationalfeiertag widmet der Sender einen Thementag Österreichs "Starken Stimmen" (So., ab 6.10 Uhr, 3sat). Einen ersten Höhepunkt erreicht das Programm bereits um 8.20 Uhr mit dem legendären Konzert der "Austria 3". Ein unvergesslicher Open-Air-Auftritt aus dem Jahr 2000, bei dem tausende Besucher den Granden der österreichischen Musikszene, Rainhard Fendrich, Wolfgang Ambros und Georg Danzer, zuhörten. Auch die anschließende Dokumentation widmet sich einem der Austropopper: Der Film "60 Jahre Wolferl - Das Phänomen Wolfgang Ambros" aus 2012, der anlässlich seines 60. Geburtstags sowie seiner 40-jährigen Bühnenpräsenz entstanden ist, geht der Frage nach, was er mit seiner Musik und seinen Texten in diesem Land verändert und bewegt hat.

Die Sendereihe "Weltberühmt in Österreich - 50 Jahre Austropop" beschäftigt sich nachfolgend mit Aspekten der österreichischen Musikszene, beschreibt Entwicklungen und zeigt Porträts von bekannten und weniger bekannten Künstlern.

Um 15.10 Uhr folgt eine TV-Erstausstrahlung: Die Dokumentation "na na na nana - 30 Jahre ‚Live is Life‘" feiert den Welthit "Live is Life" der Band Opus. Ein Song, der trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Einfachheit der Band heute noch Einladungen zu TV-Shows in aller Welt verschafft.

Der späte Nachmittag steht ab 17.15 Uhr im Zeichen der "neuen österreichischen Welle" und zeigt Konzertausschnitte und Porträts von den derzeit erfolgreichsten heimischen Musikern Andreas Gabalier und Conchita Wurst. Im Hauptabendprogramm wird die zweiteilige Familiensaga "Der Mann mit dem Fagott" gezeigt, die auf dem autobiografischen Roman von Udo Jürgens basiert.

Spät aber doch erhält um 23.40 Uhr mit dem Spielfilm "Falco - Verdammt, wir leben noch!" auch Hans Hölzel alias Falco, als einer der bedeutendsten österreichischen Künstler, seinen Platz an diesem einmaligen Thementag, der gegen sechs Uhr Früh mit dem Konzert von "Opus & Friends" ein würdiges Ende finden wird.