• vom 05.11.2014, 12:20 Uhr

Medien

Update: 05.11.2014, 12:46 Uhr

Google

Axel-Springer-Verlag gibt auf




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA, Reuters

  • Verlag erlaubt dem US-Konzern ab sofort Pressetexte von Springermedien kostenlos in der Google-Suche anzuzeigen.

Berlin/Mountain. Der Axel-Springer-Verlag streckt im Kampf gegen Google die Waffen. Man werde dem US-Konzern ab sofort erlauben, Pressetexte von Springermedien kostenlos im Internet in der Google-Suche anzuzeigen, sagte Springer-Chef Mathias Döpfner am Mittwoch.

Denn zuletzt habe Google die Darstellung bei vier Springer-Titeln, darunter "Welt.de", deutlich eingeschränkt. In den vergangenen zwei Wochen seien dadurch deutlich weniger Internet-Nutzer auf Webseiten der betroffenen Medien weitergeleitet worden. "Bei Google-News ist der Traffic um rund 80 Prozent eingebrochen", betonte Döpfner. Der finanzielle Schaden durch entgangene Vermarktungsumsätze hätte sich - bezogen auf das Gesamtjahr - im siebenstelligen Bereich pro Marke bewegt.


Die Macht von Google
"Würden wir das fortsetzen, schießen wir uns aus dem Markt", sagte Döpfner. Er betonte, die Daten zeigten die Marktmacht von Google. Der Konzern hebele damit das sogenannte Leistungsschutzrecht aus. Diese Regelung hatte Verlagen faktisch ermöglicht, Geld von Suchmaschinenbetreibern zu fordern, die bestimmte Textteile der Pressehäuser im Internet verwerten. Google lehnt dies jedoch ab. Der US-Konzern hatte die verkürzte Darstellung von Texten angekündigt, um die Risiken wegen einer Klage der VG Media zu minimieren. Denn die Verlage halten juristische Schritte gegen Google aufrecht. Zuletzt hatten mehrere Verlage und ihre Verwertungsgesellschaft VG Media jedoch die Forderung nach Geld aufgegeben, da sie Einbrüche bei Umsatz und im Ergebnis fürchteten.

Google argumentiert, dass die Verlage durch die Weiterleitung über die Google-Suche Geld über Werbung verdienen.

Döpfner sagte, das Einknicken von Springer sollte nun Anlass geben für Politiker, Gerichte und Kartellexperten, die Angelegenheit unter die Lupe zu nehmen.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2014-11-05 12:21:53
Letzte Änderung am 2014-11-05 12:46:08


Comicreader

Comics auf dem Schirm

Die Leseoberfläche... In der besten aller Welten gibt es ein standardisiertes Buchformat, und alle elektronischen Bücher sind damit kompatibel... weiter




Comic

Das Rätsel des 20. Jahrhunderts

Coversujet des "Fun"-Comics. - © avant-verlag Endlos aufsteigende Fassaden, gleichmäßig angeordnete Fenster, die Verästelungen stählerner Brückengeländer und Hochbahn-Konstruktionen: Die Ästhetik... weiter





Werbung



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Am Ende wartet die Hölle
  2. Die Saloon-Türen schwingen wieder
  3. "Beleidigen ist zum guten Ton geworden"
  4. Fifty Shades of Crash
  5. "Ich fühle mich wie ein Kind"
Meistkommentiert
  1. Walter Hämmerle wird
    "WZ"-Chefredakteur
  2. "Wiener Zeitung"-Geschäftsführer will "Gas geben"
  3. Drama um Daniel Küblböck
  4. Punkt! .
  5. "Beleidigen ist zum guten Ton geworden"


Quiz


Tilda Swinton in einem Haute Couture Kleid des Designers Schiaparelli - das sich sogar in den Schuhen und Handschuhen optisch fortsetzt.

Gruppenbild der Jury: Präsident Guillermo del Toro (4.v.l.) gewann im Vorjahr den Goldenen Löwen für "The Shape of Water". Ganz links Venedig-Chef Alberto Barbera im Gespräch mit Christoph Waltz, ganz rechts:Biennale-Präsident Paolo Barratta. Werbung für Die Single "Baby I Love You" im Magazin Billboard 1959.

Sean Godwells Entwurf einer Kapelle erinnert beim ersten Auftritt des Vatikans auf der Architekturbiennale in Venedig auf den ersten Blick an einen aufklappbaren Würstelstand. Shepard Fairey vor seinem Mural am Wiener Flughafen.


Werbung