Wien. Zwei griechische Journalisten erhalten den diesjährigen "Press Freedom Award". Emmanouil Kaklamanos überzeugte mit seinem Text über Korruption in der griechischen Politik. Ausgezeichnet wird auch Giorgos Moutafis für seinen Film "Flucht aus Griechenland", hieß es von der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG).

"Auch und gerade auf europäischer Ebene ist Korruption in Griechenland ein wichtiges Thema mit politischer Brisanz", begründet der österreichische Diplomat Albert Rohan als Sprecher der Jury die Wahl auf Kaklamanos. Der Chef der griechischen Wochenzeitung "To Choni" ("Der Trichter") beschreibe in seinem Artikel "Sie entlasteten sich selbst, ihre Mitarbeiter und Kumpanen schon im Vorhinein", wie die griechische Regierung in den letzten Jahren immer wieder Gesetze erlassen habe, die korrupten Ministern und Beratern einen Freibrief für gesellschaftsschädigendes Handeln gaben.


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Auf der Flucht

Fotojournalist und Dokumentarfilmer Moutafis veröffentlichte seinen Beitrag auf dem Onlinesender des US-amerikanischen Magazins "Vice", das Ableger unter anderem auch in Griechenland und Österreich besitzt. Moutafis begleitet in der 15-minütigen Dokumentation Flüchtlinge, die, nachdem sie jahrelang unter schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen in Griechenland gelebt hatten, nun wieder auf der Flucht sind. Fotografien dieser Flucht wurden bereits im "AlJazeera Magazine", "Le Figaro" und dem "Courrier International" veröffentlicht.

Der "Press Freedom Award - Signal for Europe" wird von ROG Österreich jährlich in einem wechselnden süd- oder südosteuropäischen Land ausgeschrieben und für mutigen und investigativen Journalismus vergeben. Die Preisverleihung findet am 11. Dezember im Presseclub Concordia in Anwesenheit der Preisträger statt.