Wien. (bau) Kuratiert vom Filmfestival Viennale zeigt das Wiener Stadtfernsehen W24 monatlich am ersten Donnerstag im Monat um 21 Uhr einen Dokumentarfilm, der auf der Viennale zu sehen war und für besondere Aufmerksamkeit gesorgt hat. Diesen Donnerstag steht der österreichische Dokumentarfilm "Bock for President" auf dem Programm.

Die beiden österreichisch-iranischen Regisseure Houchang Allahyari und Tom-Dariusch Allahyari haben dabei die ehemalige Erzieherin Ute Bock, die durch ihren Einsatz für Flüchtlinge zu einer bekannten, öffentlichen Figur geworden ist, begleitet. Die 90-minütige Kino-Doku erzählt über eine Frau, die in Österreich zu einem Symbol für den menschlichen Umgang mit Asylwerbern geworden ist. Von vielen verzweifelten Menschen wird sie "Mama Bock" genannt und ist für eben diese oft die erste Adresse aber auch letzte Hoffnung zugleich. Die beiden Filmemacher haben Ute Bock über einen Zeitraum von zwei Jahren mit der Kamera in ihrem Arbeitsalltag und auch in ihrem Privatleben begleitet und diese außergewöhnliche Frau mit ihrem Engagement, aber auch ihren Widersprüchen porträtiert.

"Die raue, aber zutiefst menschliche Art dieser Frau sorgt sogar inmitten der menschlichen Tragödien in manchen Momenten für Komik", so die Regisseure über den Film. Neben Ute Bock spielen auch ihre Klienten und Mitarbeiter eine wichtige Rolle im Film. "Gerade in einer Zeit, in der Menschlichkeit und Solidarität massiv in Frage gestellt werden, bietet Ute Bock ein Beispiel dafür, wie viel das Engagement eines einzelnen Menschen erreichen kann. Die Zuschauer sollen das Kino nicht deprimiert verlassen, sondern inspiriert!"