London.Der suspendierte Moderator der britischen Kult-Autoshow "Top Gear", Jeremy Clarkson, soll einen Produzenten der Sendung geschlagen haben. Das Nachrichtenportal BBC News berichtete am Mittwoch von anonymen Quellen, die das bestätigt hätten. "Es soll vergangene Woche passiert sein, aber wurde der BBC am Montag mitgeteilt. Und am Dienstag wurde reagiert", so Korrespondentin Lucy Manning.

Die kommenden beiden Folgen der Sendung würden nicht ausgestrahlt, vermutlich entfalle auch eine dritte Folge, die die aktuelle Staffel abgeschlossen hätte. Am Dienstag hatte die Rundfunkanstalt nur in knappen Worten mitgeteilt, Clarkson sei nach Ärger mit einem Produzenten suspendiert worden. Der 54-jährige Autoexperte, der für einen flapsigen Stil bekannt ist, der auch wenig Respekt vor etablierten - zumeist deutschen - Automarken kennt, hatte seinen Arbeitgeber immer wieder mit Sprüchen über andere Nationalitäten und umstrittene Witze in Verlegenheit gebracht. Mehrmals hatte er sich auf Geheiß der BBC öffentlich für verbale Ausrutscher entschuldigen müssen. So hatte sich Clarkson beispielsweise zu der Aussage verstiegen, streikende Arbeiter sollten erschossen werden. Erst im Frühjahr 2014 hatte sich die BBC zudem offiziell für einen rassistischen Spruch in seiner Sendung entschuldigen müssen.

Allerdings hat Clarkson eine riesige Fangemeinde hinter sich. Auf Twitter war der Hashtag #BringBackClarkson einer der meistverwendeten am Mittwoch, eine Online-Petition zu seiner Unterstützung hatten am Mittwochnachmittag schon mehr als 300.000 Menschen unterschrieben.